Punkt, Punkt, Punkt 2017 – (25) – Hinweise

„Hinweis: Die Beiträge auf meinem Blog geben MEINE Sichtweise der Dinge wieder, meine Meinung (mit der ihr nach Herzenslust argumentieren könnt) und meine Eindrücke. Sie sind nicht allgemeinverbindlich, die Welt ist bunt und wir sind nicht alle gleich.

Die Personen in meinen Geschichten sind rein fiktional, Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen sind zufällig (manchmal borg ich mir von realen Personen etwas, um meinen Charakteren einen Aufhänger zu geben, aber sie sind nie EinszuEins-Übertragungen!)“

Auch solche Hinweise sieht man immer wieder, nicht als Hinweisschild, wie im Straßenverkehr:

Ganz viele davon findet Ihr HIER, ab Seite 60 (Zeichen 350 bis 394, Hinweise).

In Hannover (wie in vielen anderen Städten in Deutschland) gibt es außerdem noch weitere Hinweisschilder, die nicht in der Verkehrsordnung stehen. Eines aus meiner Nachbarschaft habe ich Euch mal fotografiert:

IMG_1031[1]

Mit der kleinen Schrift und der (relativen) Masse Text ist dieser Hinweis auf den Namensgeber der Straße eher für Fußgänger gedacht. Keine Chance, das im Vorbeifahren zu lesen.

Und dann gibt es noch andere Hinweise, in 1099 deutschen Städten mittlerweile zu finden, sowie auch anderswo in Europa, diese hier sind aus der oben erwähnten Straße:

IMG_1033[1]

Das sind vier Stolpersteine.

Wenn es eine Straße mit vielen Opfern war, und die Sonne auf den Metallstiften glänzt, sieht das aus, wie ein leuchtender Pfad:

IMG_1032[1]

Daher mein letzter Hinweis für heute: Auch mal auf den Boden schauen.

 

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14 Antworten zu “Punkt, Punkt, Punkt 2017 – (25) – Hinweise

  1. Liebe Frau Hunne,
    so viele Städte zeigen inzwischen die berühmten „Stolpersteine“? Das wusste ich wirklich nicht.
    Lieben Gruß
    moni

  2. Hallo Frau Hunne,

    an den Stolpersteinen bei uns hier bleibe ich oft stehen, und für den Beitrag dachte ich auch daran, hatte aber kein Foto parat. Hier im Ort gibt es nicht so viele, dass man eine leuchtende Linie sehen würde, trotzdem stechen sie heraus aus dem Gehweg, und genau das sollten sie zur Mahnung und Erinnerung tun. An unseren Straßenschildern hängen auch Zusätze über die Namensgebung.

    Liebe Grüße
    Sandra

  3. In Wien gibt es diese Gedenktafeln vor den Häusern,in denen die Menschen gewohnt haben. Vor ein paar Jahren gab es ein Projekt bei dem je eine weiße Rose für jeden deportierten Menschen vor die Häuser gelegt wurde. Leider war es ein Blumenmeer ….

  4. Mir gehts wie dir und Moni, das es soviele „Stolpersteine“ in Deutschland gibt wusste ich auch nicht. Aber das finde ich gut so.
    Bisher hatte ich einige in Leipzig gesehen.
    Apropo nach unten schaun, das tue ich sehr oft. Aber nicht immer ist man in Deutschland.
    Liebe Grüsse
    Elke

  5. Niemals vergessen ~ Es war so viel eine menschliche Tragödie wie eine anomale Zeit in der deutschen Geschichte. Keiner in irgendeinem Land sollte denken „Es kann hier nicht passieren.“

    • Wenn meine Generation wegstirbt, fürchte ich, die nächste interessiert es nicht mehr. Dabei darf es sich nicht wiederholen, daher müssen wir daran erinnern. Auch wenn es nicht angenehm ist, als ein Nachkomme der Täterseite dazustehen. Ja, meine Großeltern waren die „Bösen“. Mein Großvater hat später im Krieg Russisch gelernt und dann als Deutsch-Russisch-Dolmetscher gearbeitet – dabei Folterungen mit angesehen … etwas, dass er mir mal mit viel Widerwillen anvertraut hat. Er hatte in dem Moment Angst. Angst vor den Partisanen, die ihn und seine Kameraden bedrohten, Angst vor seinen Kameraden, hätte er sie von den Folterungen abzuhalten versucht – aber er hat sich auch geschämt.

      Meine Oma hat auf einer Luftwaffenbasis in Tschechien gesessen, hat dort in der Vermittlung gearbeitet. Mit Uniform. Hat sie geglaubt, was die Propaganda verbreitete? Sie hat nicht viel dazu gesagt, aber sie hat schon ihre Vorurteile gehabt.
      Verurteile ich die beiden? Meine Oma war 10 als Hitler an die Macht kam und 16, als der Krieg ausbrach – sie war noch ein indoktriniertes Kind, als sie dort in der Luftwaffenbasis eingesetzt wurde.
      Mein Opa war ein sehr pragmatischer Mensch. Er hatte schon einen Weltkrieg als kleiner Junge erlebt, die Jahre dazwischen, in denen es für seine große Familie schwer war, war Militärmusiker (Trompete) ist dann Feldwebel in der Verwaltung geworden (hat Abrechnungen gemacht) und hat erst in Frankreich seine Zähne verloren (keine Trompete mehr) und dann in Russland sein ruhiges Gewissen. Er war kein Sadist. Aber war auch kein Held. Er war Familienvater, als der Krieg ausbrach (meine Tante war gerade unterwegs) und hatte Verantwortung.

If I promise to read it, can I convince you to comment? Wenn ich verspreche, dass ich es lese, kann ich dich überzeugen, zu kommentieren?

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