Monatsarchiv: April 2017

Flüchtlinge und Arbeit

Syrische Flüchtlinge haben hier einen Feind in Deutschland. Die deutsche Bürokratie. Gerade im Morgenmagazin: Ein syrischer Flüchtling, der in dem Jahr, in dem er schon um seine berufliche Anerkennung kämpft, schon wirklich GUT Deutsch gelernt hat, hat in Syrien 10 Jahre als Augenoptiker gearbeitet. Er hat ein (auch übersetztes) Diplom vorgelegt.

Nun muss das Amt (Jobcenter) noch feststellen, welche Standards in Syrien im Bereich Augenoptik erfüllt werden. Dazu wollen sie die Ausbildungsinhalte in Syrien (einem Bürgerkriegsland) erfragen.

Wäre es nicht einfacher, den erfahrenen Mann hier eine Prüfung machen zu lassen? Ich meine, wer 10 Jahre Berufserfahrung hat und eine Ausbildung im Herkunftsland nachweisen kann, sollte der nicht eine Prüfung absolvieren können. Ja, er braucht auch dazu Deutschkenntnisse – aber die braucht er ja auch zur Arbeit. Aber dann braucht er nicht noch darauf zu warten, bis aus Syrien eine Rückmeldung kommt.

Syrien war, das vergessen viele, kein Land mit mittelalterlicher Agrarstruktur. Syrien ist ein Schwellenland – das jetzt durch einen Bürgerkrieg zurück geworfen wird. Die dort vorhandene Technik und Wissenschaft ist nicht so weit hinter der des „Westens“ zurück, wenn überhaupt. Und daher sollte ein Deutschtest (schließlich muss er auf Deutsch seine Arbeit erledigen) und eine normale Abschlussprüfung ausreichen. Denke ich da zu simpel?

Werbeanzeigen

Follower

Man freut sich als Hobby-Blogger über jeden Follower. Bei manchen der meinen bin ich aber ein ganz klein wenig verwundert, warum sie mich des Folgens für würdig befinden.

Immer dann, wenn ich einem neuen Folger auf sein Blog schaue und dort Themen wie Mode, Fitness oder Religion vorherrschend finde, bin ich irritiert, weil mein Blog sich so gar nicht damit beschäftigt.

Ich koche zwar gerne hin und wieder, aber nicht unbedingt chic vegan (eigentlich gar nicht) oder besonders kalorien-optimiert. Fitness?

Für Mode bin ich mit 48 und meiner Körpermasse (144 kg) nicht mehr die richtige Zielperson (auch wenn ich natürlich nichts gegen einen bauchfreien Körper einzuwenden hätte – also, nicht SO bauchfrei – allerdings ist er mir nicht wichtig). Mode?

Und religiös bin ich auch eher nicht (Kirchenmitglied bin ich nur noch, weil meine Steuern dabei dann unter anderem für so soziale Zwecke wie Altenbetreuung, Kinderbetreuung, Gefangenen- und Krankenbetreuung und Seelsorge im Bereich Polizei und Armee ausgegeben werden).

Diese Einstellungen werden sicher auch auf meinem Blog deutlich. Woher kommt also diese Affinität der oben erwähnten Blogger für mein Blog (nein, ich will Euch nicht loswerden, Ihr seid mir willkommen! Ich wundere mich nur!)?

Ich freue mich über diese Folger. Ich frage mich nur, warum? Was kann ich Euch bieten? Ich will schließlich nicht, dass hier jemand enttäuscht rausgeht. Lasst mich doch in den Kommentaren wissen, was ich für Euch tun kann.

Und mal wieder was Neues gekocht

Diese Woche gab es viel Aufgewärmtes, was ich vorher mal selber gekocht hatte (Hühnersuppe und Curry mit Kürbis), aber die übrigen Portionen eingefroren.

In die Hühnersuppe schnitt ich mir noch zwei Wiener und fütterte die Suppe mit ein paar Suppenfadennudeln an. Das Curry aß ich mit Reis, von dem ich dann noch eine Portion mehr machte.

Mittwoch war ich Pizza essen mit den Kollegen, ich hatte eine Vier-Käse-Pizza.

Donnerstag gab es dann den Rest Reis, angebraten, zwei weitere Wiener und eine schon länger im Kühlschrank befindliche Rest-Soße (die aber noch gut war) haben den Reis durchaus genießbar gemacht. Freitag habe ich dann mal wieder Brot gegessen abends (ich fing an mit dem Antibiotikum – meine Blase ist entzündet) und gestern war ich zu verpennt, da habe ich nur noch abends eingekauft, mir zwar neue Rezepte rausgesucht, die ich mal machen will, aber nicht gekocht.

Heute jedoch, heute ließ ich keine Entschuldigung gelten. Der Fenchel von letzter Woche musste langsam weg, genauso wie die Tomaten und der Pecorino – zusammen ergab es Gebackenen Fenchel mit Soße aus frischen Tomaten – mit Pecorino-Semmelbrösel-Kruste.

Rezept fand ich in der Edeka-Kundenzeitung. War durchaus essbar! Als Hauptgericht nur geeignet, wenn man die doppelte Portion ist, weil man außer den Semmelbröseln keine Sättigungsbeilage hat.

Ich habe also eine Fenchelknolle genommen, das Grün abgeschnitten, geviertelt, Strunk entfernt und in eine Auflaufform gegeben. Eine Bio-Zitrone von ihrer Schale befreit (die ich natürlich brauchte), und dann ausgepresst – und beides zum Fenchel mit Salz, Pfeffer und einem EL Öl gegeben. Gut vermengt. In den auf 200° C vorgeheizten Backofen für 20 Minuten.

In der Zwischenzeit, habe ich zwei Tomaten geschält (das geht auch ohne Überbrühen, wenn man sich an ein RICHTIG SCHARFES MESSER traut!). Dann halbiert, den Strunk entfernt und püriert.

Zwei weitere Tomaten habe ich (mit Schale) in Würfel geschnitten.

Eine Schalotte habe ich fein gewürfelt, eine Knoblauchzehe geschält. 1 EL Olivenöl in einem Topf heiß genug werden lassen, dass ich Schalotte und gepressten Knoblauch andünsten konnte, dann  habe ich die Tomaten hinzugefügt (sowohl die Würfel wie auch das Püree) – und mit Salz, Pfeffer, getrocknetem Oregano und einem Lorbeerblatt gewürzt. 10 Minuten einköcheln lassen, ständig gerührt.

Dann den Fenchel aus dem Ofen geholt, die Tomatensoße (ohne Lorbeerblatt) hineingegeben, den geriebenen Pecorino (ca. 4 EL) mit ebensoviel Semmelbrösel vermengt und darüber verteilt. Für weitere 10 Minuten im Ofen gebacken. Mit dem beiseite gelegten, gehackten Grün dekoriert und mit einer Scheibe Toast serviert.

Alternativ hätte ich ein Gericht von chefkoch gehabt – oder eines aus dem Guardian.

Das zweite ist auch vegetarisch, mit Eiern und Ricotta, aber ohne Fleisch. Und nein, das geht nicht ohne Eier – die sind in einem Egg-Spinach and Ricotta pie nicht nur namensgebend.

Das erste enthält wahlweise gekochten Schinken – oder, ich hätte jetzt Hähnchen-Kassler genommen … Aber ich kann mir auch vorstellen, stattdessen 200 g Räuchermakrele zu nehmen, oder Sardinen aus der Dose. Aufläufe sind ja sehr wandelbar. Und wer keinen Fisch und kein Fleisch will, nimmt gehackte Walnüsse. Es wird aber auch dann allenfalls ein vegetarisches, kein veganes Gericht, es sei denn, Ihr ersetzt Ei, Sahne und Schmelzkäse … Dazu sage ich nur: Viel Glück.

Ich muss meine Milchprodukt-lastigen Gerichte um mein Antibiotikum herum planen – das finde ich fies genug.

 

Punkt, Punkt, Punkt 2017 – (14) – U(h)rlaub

Für mich ist Uhr-Laub – das Laub der Zeit, wirklich Kalender-Blätter.

Ich bin ein Kalenderjunkie.

Ich habe zwei Katzenklappkalender (einen „ewigen“ und einen für 2017, mit Wochentagen), einen Katzen-Tagesabreißkalender. Einen Dilbert-Tages-Abreißkalender, einen Streifen-Katzenmonatskalender (so einen schmalen halt). Im Wohnzimmer hängen zwei, die ich wegen der Motive aufgehängt habe – einen großformatigen mit Japanischen Gärten, einen winzigen von den Cotswolds. In der Küche hängt einer mit Ansichten Hannovers – aus der Frühzeit der Fotografie.

Und da sind die Kalender noch gar nicht enthalten, die ich für Postcrossing gekauft habe. Mein Postkartenversandprojekt – dafür eignen sich Postkartenkalender nämlich hervorragend.

Aber das sind nur die in meiner Wohnung. Ich habe auch noch zwei dekorative in meinem Büro auf der Arbeit hängen.

Und was mache ich, wenn ich z.B. die Blätter der Tagesabreißkalender abgerissen habe? Dann benutze ich die unbedruckten Rückseiten dieser Kalender als Einkaufs-, Merk- oder sonstige Notizzettel. Bei den Wandkalendern sieht das anders aus. Ich habe auch schon aus diesen Bildausschnitte auf Blanko-Karten geklebt und so meine eigenen Postkarten oder Klappkarten hergestellt – und zwei hängen ohne Kalendarium in meinem Flur. Bei den Postkartenkalendern ist die Nachnutzung einfach 😉 Sozusagen schon vorgegeben. Aber die meisten Wandkalender entsorge ich nach dem Jahr brav im Papier-Müll.

Mein U(h)r-Laub:

IMG_1025[1]

Punkt-Punkt-Punkt 2017 – (13) – Schu/he

Wer jetzt von mir Schuhwerk erwartet hat, den muss ich enttäuschen, ich bin nicht so ein Schuh-Konsument.  Ich bepflanze auch keine alten Schuhe, oder habe vergipste Babyschuhe herumstehen.

Erst wollte ich Euch mehr über einen hannoverschen Koch berichten, in dessen Restaurant ich vermutlich nicht mal eingelassen würde … Aber dann habe ich mich mal – ÜBERRASCHUNG! – weil als ich das schreibe der 1. April ist – für etwas ganz anderes entschieden:

Ich präsentiere Euch etwas NICHT Hannöversches:

Einen Herrn Schuh. Günther Schuh. Seines Zeichens Ex-Fußballspieler (aus Stuttgart, von den Kickers – u.a.). Der Mann hatte genau die Wahl zwischen Schuhmacher-Lehre und Profifußball – mit DEM Namen … Er wurde dann auch ein Schuh-Macher … nur dass sein Sohn nicht Schuh mit Nachnamen heißt, sondern Werner, Timo Werner. Auch Fußballspieler.

Herr Schuh war immerhin schon 56, als er Vater von Timo Werner wurde, der nach seiner Mutter heißt (Nachname), weil man 1996 eben nicht mehr geheiratet hat, nur weil ein Kind unterwegs war.

Und das im katholischen Schwabenländle, denn da wurde Timo Werner geboren und spielte auch lange Jahre dort. Dort kann man ganz offensichtlich wirklich alles – außer Hochdeutsch, weswegen der Sohn jetzt nicht in Hannover spielt, sondern bei RB Leipzig, denn da muss er kein Hochdeutsch schwätzen. Wie gut ein Schwabe sich mit Sächsisch verträgt, weiß ich nicht.

Aber Herr Schuh lebt vermutlich immer noch in Stuttgart. Und ich hoffe, dass er noch lange die Karriere seines Sohnes verfolgen kann, denn dieses Jahr wird er 77. Am Tag der deutschen Einheit.