Himmel un Ääd

Ich habe es schon ewig ausprobieren wollen, ein klassisches In-Der-Woche-Gericht (oder Midweek-Dinner, wie Nigel Slater im Guardian schreibt), Himmel un Ääd – die Mischung aus Kartoffelpüree und Apfelkompott – mit gebratener Blutwurst.

Die klassischerweise dafür benutzte Blutwurst war hier nicht zu bekommen. Also nahm ich eine Zungen-Rotwurst. Ich bin extra an die Bedientheke gegangen (und es war erstaunlich viel los für einen Dienstag Abend!) und habe dort von der Fachverkäuferin eine kompetente Beratung erhalten. Sie riet mir von der vorhandenen geräucherten Blutwurst ab, da diese bereits von sich aus sehr hart sei und wenn ich sie noch braten wolle, dann würde sie noch zäher. Also Zungen-Rotwurst. Eine fingerdicke Scheibe (sehr große Wurst!).

Dazu klassischer Kartoffelbrei (meine Kartoffeln waren eh nicht mehr schön und mussten langsam weg. Und eigentlich kocht man seinen Apfelkompott selber. Ich habe sogar Boskop bekommen. Aber es gibt auch Apfelkompott (nicht nur MUS) aus dem Glas – und so sparte ich mir das Äpfelschälen und den weiteren Topf und griff zum Glas. Geschummelt.

Bewertung: 4 von 5 Kokosnüssen

Warum keine 5? Black pudding – wie man im Englischen die gebratene Blutwurst nennt – und ich werden in diesem Leben wohl keine echten Freunde mehr. Immerhin habe ich die Wurst so scharf angebraten, dass sie eine hübsche Kruste hatte. 4 Kokosnüsse sind daher völlig gerechtfertigt. Himmel und Ääd – wenn es mal schnell gehen muss, es eh kalt draußen ist, und man auf etwas Herzhaftes kann.

Vegetarisch geht natürlich auch – man lässt einfach die Blutwurst weg – kann als Beilage auch gebratenen Fisch servieren – oder Spiegeleier.

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11 Antworten zu “Himmel un Ääd

  1. Oh, ich hab das immer gerne gegessen, bei uns hiess das Grützwurst, aber es wurde in der Pfanne eine rote Blutpampe, aber das war lecker, damals. Mit Bratskartoffeln. Und eingelegtem süßen Kürbis. Aber gerade hebts mich, wenn ich dran denke. Geschmack verändert sich. Guten Appetit! Kat.

    • Nix mit Pampe – deswegen brauchte ich ja den Rat der Fachverkäuferin. Ich wollte ja eine Blutwurst, die beim Kochen nicht zerfällt. Und das ist dann auch nicht passiert! Es blieb eine schöne Scheibe.

  2. Ich mag das gerne… aber mit gebratenen zwiebeln statt der wurst. ist ein richtiges „fuel dich wohl“ essen :lo)

    • Außerdem hat es den Vorteil, dass man die Zutaten meist im Haus hat. Zwiebeln sind ja klassisch im Vorrat, Kartoffeln hab ich meist im Hause – und Apfelkompott steht bei mir auch im Glas herum. Mit der Blutwurst sieht es da anders aus, die muss ich frisch kaufen.

  3. Bis auf die Sache mit dem Apfelmus bin ich begeistert! 🙂

  4. Vegan wäre dieses Gericht dann mit Jägerschnitzel 😉
    Also Blutwurst … ne. Das würde ich nur essen, wenn es die einzige Möglichkeit wäre, dass Leben meiner Kinder zu retten. Sonst niemals! Ich glaube, ich bin Black-Pudding-Veggi.
    LG Sabienes

    • Blootwoorscht ist jetzt auch nicht mein Favorit für Ooofschnitt (sächsische Wurstsorte mit O) – und warm ist gewöhnungsbedürftig. Aber das Hauptaugenmerk liegt eh auf dem Kartoffelpü und dem Apfelkompott (bei dem ich geschummelt habe).

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