Book-Challenge – Buch Nr.5

Christopher Moores bekanntestes Werk ist wohl „Die Bibel nach Biff“, doch das habe ich schon vor langer Zeit gelesen, danach habe ich mir einen Vampirroman von ihm gekauft, den ersten in der Reihe, den ich auch schon ewig und drei Tage gelesen habe – nicht das beste und nicht das Witzigste Buch, das ich je gelesen habe.

Trotzdem habe ich Teil zwei noch hier (aber nicht Teil drei) – „Liebe auf den ersten Biss“. Hatte das auch schon angefangen und war ungefähr 100 Seiten vor dem Ende, als ich beschloss, dass es mir nicht wirklich gefiel.

Ich wollte es jetzt im Rahmen der Challenge zu Ende lesen,  ein Buch mit einem überwiegend blauen Cover. Und das habe ich auch getan – allerdings musste ich von vorne anfangen, weil ich einfach nicht mehr wusste, was alles passiert war. Hahaha, da habe ich mich selber schön reingelegt, dachte ich noch.

Aber ich stellte fest, mit dem zweiten Lesen gefiel es mir besser. Oh, der Anfang, die ersten drei bis sieben Kapitel waren immer noch schrecklich – der Autor gehört zu der Sorte Männer, die nie erwachsen werden und hat seinen männlichen Hauptdarsteller daher als 19jährigen gewählt, dem vor allem der Sinn nach Sex steht. Ich bin nicht prüde genug, dass mich die Erwähnung von „ficken“ und „Schwanz lutschen“ dazu bringt, ein Buch zu verbrennen, war aber nach einiger Zeit wieder leicht gelangweilt. Doch dann wurde es doch noch interessant.

Die Handelnden:

Die junge Vampirin aus Teil 1: Jody

Ihr in Teil 1 noch lebendiger tagaktiver Helfer, der Supermarkthelfer Tommy.

Elijah, ein 800jähriger Vampir, der gewisse Regeln für das Vampirsein aufgestellt hat, sich mit Jodys Umwandlung aber selber nicht mehr dran hielt.

Die neue tagaktive Helferin: Abby, Goth, 16, Byron-Fan

Die ehemaligen Kollegen von Tommy, die „Barbaren“

Eine blauhäutige Nutte

Nebenfiguren: Der Kaiser von San Francisco, die beiden korrupten Polizisten Rivera und Cavuto, der Obdachlose William und sein fetter Kater sowie Jared, der schwule Freund von Abby.

Was ich an diesem Buch mag ist u.a., dass Moore, der noch mindestens zwei andere Reihen am Start hat (eine Dämonenreihe und eine, die sich mit einem Mann beschäftigt, der jetzt der Tod ist) – und einige Figuren in mehreren Reihen auftreten lässt. Rivera z.B. habe ich schon in einem Dämonenroman gefunden, der Tod hat hier einen Cameo-Auftritt als Geschäftsmann und der Kaiser von San Francisco ist auch in der Tod-Reihe unterwegs mit seinen beiden Hunden.

Was mich störte: Die Geschichte ist nur kurz, nur 303 Seiten. Davon wird viel zu viel mit Sex verschwendet, so dass ich beim ersten Versuch eben aufgegeben habe und beim zweiten auch nach 66 Seiten ein kleines Päuschen einlegte.

Was mich noch störte: Der Übersetzer hat geschlurt. Es gibt nun mal keine Entsprechung vom englischen Wortspiel mit dem Wort Cock, so dass auf S. 162 der Dialog auf Deutsch irgendwie bizarr wirkte:

„Ich so: >>Was soll der Scheiß, Biker? Was macht Ihr da?<<

Und einer von denen so::>>Isr bald das Jahr des Hahns.<<

Und ich so: >> Werd bloß nicht ordinär, du schmieriger Penner, Hol dein Ding raus, und du kriegst von mir Pfrfferspray in dir Fresse, bis du grinst.<<“

(Auszug aus einem Tagebucheintrag von Abby, der Stil von Moore ist flüssiger und nicht derartig kleinmädchenhaft.)

Hier gibt es im Deutschen keine Zweideutigkeit … Es geht um Hähne, Gockel, männliche Hühner. Wieso sie das so ordinär findet, weiß man erst, wenn man auf den englischen Originaltext zurück greift. Ich hätte das als Übersetzer vermutlich ganz gelassen – denn einfach die wörtliche Übersetzung funktioniert hier nicht. Und ein ähnliches Wortspiel fällt mir gerade nicht ein. Vielleicht Katze – Muschi … Aber nicht mit Schwanz und Cock …

Es ist nur die EINE unsaubere Stelle, aber so etwas bringt den Leser aus dem Lesefluss und stört.

Christoper Moore,

Goldmann Manhattan

Liebe auf den ersten Biss

Übersetzer Jörn Ingwersen

Erscheinungsjahr:2008 auf deutsch, englische Ausgabe 2007

Bewertung: 3 von 5 Kokosnüssen, weil ich heute großzügig bin

 

 

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2 Antworten zu “Book-Challenge – Buch Nr.5

  1. haette eigentlich ein lesegenuss sein koennen, die besetzungsliste klingt interessant :O) …stimme vollkommen zu, manchmal gibt es dinge die sich eben nicht uebersetzen lassen… das aergert mich immer, weil es irgendwie das buch versaut… ich lese dann lieber das original auch wenn es anstrengend ist und viel laenger dauert…

If I promise to read it, can I convince you to comment? Wenn ich verspreche, dass ich es lese, kann ich dich überzeugen, zu kommentieren?

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