Monatsarchiv: August 2016

Survival 3 – Finale

Heute Morgen 6:30 Uhr, war Termin angesetzt.

Das hieß für mich, morgens um kurz vor 6  (eher so kurz nach halb sechs) ein Taxi nehmen. Und dann um 6 dort ankommen, alles noch dunkel, das Aufnahmezentrum wird erst ab 6:30 Uhr geöffnet. Es sei denn, man hat eine eifrige Kraft, die sich auch noch an mich erinnerte. Sie behält immer die, die besonders freundlich oder besonders unfreundlich waren, nun – sie versicherte mir, dass ICH nicht zu den letzteren gehörte.

Diese Kraft drückte mir dann so 20 nach 6 schon meine Akte in die Hand und beschrieb mir, wie ich an meinen eigentlichen Bestimmungsort komme. Und – sie beklebte mich mit einem Armband – ich war offiziell aufgenommen.

Oben das gleiche Spiel, die Anmeldung hatte noch nicht geöffnet. Ich hatte ein dickes Buch mitgenommen (Die Schlafwandler. Hilft MIR schläfrig zu werden, obwohl ich dafür heute keine Hilfe brauchte – ich bin um 2:43 aufgewacht und nicht wieder eingeschlafen!)

Als dann (auch hier: ÜBER-)pünktlich geöffnet wurde, wurde ich um die Akte erleichtert, ins Wartezimmer geschickt, dort saß ich noch ein paar Minuten, dann ging es zur Narkose. Dort wurde ich meiner Würde beraubt (niemand trägt ein OP-Nachthemd mit Würde), ja, es gab eine Art „dignity pants“ – auch weil ich sonst schon vor der OP alles verunreinigt hätte, ich bekam den obligatorischen Venenzugang. Und ganz am Ende eine „Scheißegal“-Pille. Die nicht wirkte – wie mir die Narkoseärztin versicherte, muss sie eine Stunde VOR dem Eingriff gegeben werden … Haha …

Dann fuhr ich bis vor den OP, wurde dort auf ein OP-Bett umgebettet (ok, ich konnte noch helfen, also tat ich das), kam im „Theater“ – so im Englischen Sprachraum die Bezeichnung für den Operationssaal – an, wo mich ein Haufen gut gelaunter Leute empfing. Eine freundliche OP-Schwester, eine freundliche Praktikantin, eine freundliche Narkoseschwester, eine Narkosärztin und ein Frauenarzt (der Hahn im Korb), der die eigentliche OP durchführte. Ich bekam langsam aber sicher das „Große Zittern“ – es war kühl, um Bakterien nicht unnötig zur Vermehrung anzuhalten, wir wissen ja, die lieben es feucht-warm – und es war meine erste Vollnarkose. Zuerst gab es wohl nur ein Schmerzmittel, bei dem ich sagen sollte, wenn mir „komisch“ würde. Das habe ich gerade noch hinbekommen, dann war ich weg.

Ich kam dort wieder zu mir, wo ich meine Würde verloren hatte. Kurz nach 9. Und fühlte mich so semi-fit. Das täuschte, wie ich nach gut einer Stunde bemerkte, als man mir Tee anbot und zwei Schluck Tee mich echt nicht glücklich machten. Nein, ich habe nicht gespuckt. Aber ich döste noch ein wenig, es wurde 12, ich sah andere Leute den OP zu Hauf verlassen, nur ich lag da noch – und war jetzt WIRKLICH fit. Ich langweilte mich außerdem, also las ich mal so den Narkosebericht – OP selber dauerte 7 Minuten, 29 Minuten war ich weg.

Es wurde der nächste Narkosearzt verhaftet, ihm das Entlassungsformular vorgehalten und ich bekam die ersehnte Unterschrift. Ich durfte mich wieder in Normalklamotten begeben, „räumte“ mein Bett auf – naja, fast .. und ging nach vorne, meine Akte an der Anmeldung hinterlassend, wartete auf die gute Freundin und kam mit Taxi heile und hoffentlich wieder gesund bei mir an. Nun wird Tee getrunken. Abgewartet habe ich heute schon genug.

Und, noch Beschwerden? Naja, ich darf heute kein halbes Schwein auf Toast mehr verputzen .. und „mein Marathontraining“ muss ich wohl auch aussetzen – HINT: das war Sarkasmus – aber ansonsten sieht mich meine Arbeitsstelle morgen früh wieder. Schließlich geht es mir wieder gut. Nur so richtig FRÜH werde ich wohl nicht auftauchen. Die 24 Stunden sind ja erst um kurz nach 9 rum.

Jetzt mache ich es mir erstmal mit einer elastischen Hose auf der Couch bequem.

Survival – update 2

Und weiter geht es, heute war ich zu meinem „Vorgespräch“:

Termin 8:30. Was macht die intelligente * Frau?

*Urteile darüber stehen noch aus*

Sie kommt früher, weil sie weiß, dass die moderne Klinik von heute ein Labyrinth ist und es nicht einfach wird, den Ort zu finden, den man sucht. Also stolpere ich an der Baustelle ins Klinikgelände (einfach mal die falsche Straße Richtung Krankenhaus genommen, soll vorkommen), dann in der Apotheke nach (nein, nicht einem Beruhigungsmittel) dem Weg gefragt, und SEHR freundlich diesen gezeigt bekommen. Die Information war auch noch zu finden, von dort ging es dann immer noch deutlich vor 8 zum Aufnahmezentrum. Wo ich, Verwaltungsmitarbeiterin, die ich ja selber bin, in die Klauen der Bürokratie gerate.

„Wieso haben Sie denn eine Überweisung, dies ist ein Krankenhaus, sie brauchen eine EIN-Weisung!“

Nein, brauchte ich nicht. Zum einen, weil ich nur ambulant behandelt werden sollte, zum anderen, weil ich PRIVAT versichert bin, was ich BEIDES bei meiner Anmeldung am Montag kund getan habe.

Nun, letztlich kam ich an der Verwaltungsmitarbeiterin vorbei, wartete eine Weile, auch eine Weile länger, bis ich denn zu ersten Voruntersuchungen reingerufen wurde. Die beiden MTAs versuchte ich erst einmal aufzuheitern, dass sie mit mir alles machen könnten außer mich fotografieren – die Kosten für die gesprungene Linse würde die Krankenversicherung nicht übernehmen … Ok, war kein Burner, aber hey, es war weit vor meinre Tagesbeginn-Zeit … Dort wurde also mein Blutdruck gemessen (NORMAL – nimm das, Allgemeinmedizinerin aus Bergen und auch du, vorherige Gynäkologin aus Hannover, die du nicht mal eine passende Manschette für meine fetten Oberarme hattest und immer darauf herum gehackt hast, dass mein Blutdruck zu hoch wäre) – und ein RuheEKG gemacht. Dazu verwendete die junge Dame eine „Melkmaschine“ – zumindest waren es mehr Elektroden als ich mal eben so schätzen konnte … und ein paar Fragen waren zu beantworten, aber ich sollte mich dabei entspannen:

Wer erklärte 1914 den ersten Weltkrieg? Wer war Schiedsrichter im zweiten?

Na, oder so ähnlich … Wie gesagt, es war noch früh …

Wenigstens haben sie nicht nach den Lottozahlen gefragt.

Dann wurde es fies, ein Wattestäbchen wurde mir erst im Mund rumgeschwenkt, dann in beide Nasenhöhlen geschoben … Gut, dass ich mir die Zähne geputzt hatte 😛

Und der Rest war Routine – Warten, Klorunde – auch wenn, was ich ablieferte, mehr einer Blutprobe als einer Urinprobe glich, Warten, Formulare, Warten, Gespräch, Warten, Blutabnahme, Warten, Narkosegespärch (ich schlief schon fast ein, wirkt, das nehmen wir morgen).

Termin ist morgen, musste gerade anrufen – SECHS UHR DREISSIG … Ja, wir reden von MORGENS FRÜH … das reicht gerade, um morgens die Katzen zu versorgen und mir Bus und Bahn zu schnappen … ein bißchen will man ja  (s.o.) vorher da sein

Morgen dann, also, werde ich endlich diese lästige Flüssigkeitsabsonderung los – weitestgehend … Es wurde in den letzten drei Tagen heftiger, ich bin froh, dass ich so schnell einen Termin bekommen habe. Aber HOLY SHIT – sorry, SECHS UHR DREISSIG … das muss ich doch erstmal verdauen.

Da hab ich ja noch reichlich Zeit, mich nach der OP morgen zu erholen – oder mit Komplikationen niederzukommen …

Wenigstens ist morgen Donnerstag, da ist mein Hausarzt bis abends um 18 Uhr in seiner Praxis … Alles wird gut.

 

Survival – update

Nein, ich habe die Prozedur noch nicht hinter mir.

Ich habe morgen früh einen Termin zur Vorbesprechung in einem der hiesigen Krankenhäuser.

Warum plötzlich Krankenhaus?

Gewichtsprobleme. Also, nicht ich. Die ambulante Station, in der ich einchecken wollte gestern, hat nur Stühle, die meine Gewichtsklasse nicht mehr sicher aushalten. Und während ich noch nie auch nur das leiseste Stöhnen oder Ächzen bei meiner Frauenärztin gehört habe (deren Stühle für mich auch nicht mehr zugelassen sind … gleiche Gewichtsbeschränkung, versicherungstechnisch), also, vom Stuhl her … nun, mit Narkose wollte das keiner riskieren. Mich eingeschlossen.

Also geht es jetzt zur ambulanten OP ins Krankenhaus. Also, morgen erstmal zum „ich schau mal wieder rein“-Termin …

Immerhin, die „Nicht-Empfangs-Antenne“ ist bereits vorhanden, die hinterher den nicht benutzten Raum in mir „möblieren“ soll …

 

Punkt, Punkt, Punkt – (32) – Musik

Ich könnte Euch jetzt mit der Vielzahl von Musik, die ich gut finde, mal gut gefunden habe oder „auf den Tod nicht ausstehen“ kann, nerven, incl. zahlloser eingebundener Videos.

Aber ich denke ja gern um die Ecke.

Musik ist dem Menschen so wichtig, dass er nicht nur eine Vielzahl von Instrumenten erfunden hat, mit denen er im Takt Laute hervorbringt, und das über alle Zeiten und Kulturen hinweg, er hat sogar einen Körperteil danach benannt. Komischerweise keinen Gehörknochen, sondern einen Nerv.

Einen NERV?

Ja. Nervus ulnaris. Und das habe ich bis heute auch nicht gewusst, dass es ein Nerv ist …

Zitat Wikipedia (außer dem in * hinzugefügten, das ist von mir)

„Am Epicondylus medialis des Oberarmknochens *da, wo der Oberarmknochen und das Ellenbogengelenk „ineinander übergehen“ – untechnisch gesprochen -* ist er durch die Haut tastbar und kann beim Anstoßen eine heftige Schmerzreaktion in seinem sensiblen Innervationsgebiet (in Deutschland „Musikantenknochen“, „Musikknochen“, „Musikerknochen“ …) hervorrufen.“

Ich kannte wie wohl die meisten Nichtmediziner immer nur den Ausdruck Musikantenknochen. Und warum das Ding nun ausgerechnet Musikantenknochen heißt? Ich rate: Weil der Schmerz nachklingt wie die Saite einer Geige …

Was das mit Hannover zu tun hat? Na, das ist jetzt ein bisschen weit hergeholt, aber wir haben hier immerhin sowohl eine Medizinische als auch eine Musikhochschule … Letztere ist allerdings seit 1970 wie ein OHR (und nicht wie ein Ellenbogen) geformt.Bauzeit 1970 bis 1973 – nimm das Berliner Flughafen …

Survival

Ich habe am Sonntag einen Computercrash gehabt – aber ich hatte ja noch einen Laptop herumstehen – das war lang angegekündigt … Ich wurde praktisch nur endlich dazu gezwungen, mein neues Gerät in Betrieb zu nehmen … Sogar das Reset meines Routers war einfacher als gedacht. Ich hatte nämlich ein Passwort mal geändert – und nun stand ich da und wusste nicht, wie ich das neue Gerät mit dem Router kommunizieren lasse …

Wie gesagt, ging alles.

Auch den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben habe ich überlebt … heute ist der dritte Tag, mir läuft die Nase, kein Zeichen von unmittelbar bevorstehendem Ableben.

Aber ich war trotzdem beim Arzt. Es läuft nämlich noch etwas anderes. Und nun sehe ich einem ambulanten chirurgischen Eingriff entgegen. Ob ich den überlebe (von wg Narkoserisiko) wird sich zeigen. Nachdem mir gestern das ganze Informationsmaterial in die „zitternden Hände“ gedrückt wurde, in dem natürlich die ganzen Horrorszenarien aufgelistet werden müssen, egal wie gering das Risiko dafür ist, kommt mir der Gedanke, vielleicht doch mein Testament zu machen … Und eine Patientenverfügung – sollte ich nach dem Eingriff zwar weiter existieren, aber nur noch in „pflanzlicher“ Form …

Wenn Ihr nach dem Punkt, Punkt, Punkt-Post vom Sonntag (Thema Musik) nur noch im November von mir hört (da habe ich einen Beitrag vorgeplant), wisst Ihr, dass es mich nicht mehr gibt … Ich werde auf jeden Fall nochmal meine Katzensitterin informieren, dass ich am Montag Abend mal kurz mit ihr telefonieren will – wenn ich nicht anrufe, muss sie sich darum kümmern, was aus den Katzen wird … Die Katzenhilfe hat in ihren Tierüberlassungsverträgen dann die Rückgabe der Katzen vorgesehen.

Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass ich mich Montag Abend wieder melde und mich darüber beschwere, dass mein bisher unbenutztes Organ nun „völlig sinnfrei“ (natürlich nicht, wie gesagt, es gibt da gewisse Symptome, die ich nicht auf Dauer ignorieren kann) generalüberholt wurde … Keine Details, keine Sorge … Andere Familienmitglieder haben das schon hinter sich, es ist ein häufiger Eingriff und die Komplikationen sind doch wirklich selten!