Monatsarchiv: Juli 2016

Punkt, Punkt, Punkt – (29) – Hundertwasser

Eigentlich wollte ich Euch heute ein Wasserregal aus dem Supermarkt zeigen – aber ich hab gestern den Fotoapparat vergessen (und weiß auch gar nicht, ob mein Edeka-Markt damit einverstanden wäre und sowieso sind meist andere Leute drauf – alles nicht ideal). Alternativ hätte ich gestern Abend gegen die Lampe den Nieselregen beim Kleinen Fest fotografieren können – aber die besten Ideen kommen einem doch erst hinterher.

Dann habe ich nur Bahnhof verstanden. Den Uelzener Hundertwasser Bahnhof.

Was ich bisher nicht wusste – der Mann dahinter hieß tatsächlich Hundertwasser: Eigentlich Stowasser – Sto aber bedeutet in slawischen Sprachen 100. Im Polnischen jedenfalls ist das so … (Ich habe jetzt nicht alle Slawischen Sprachen durchgetestet.)

Nun – vermutlich wollte Herr Hundertwasser nicht mit einem Wörterbuch verwechselt werden, einem Wörterbuch, das mir auch noch aus Schulzeiten bekannt ist, und hat den Namen daher zu Hundertwasser umgewandelt. Mit dem ursprünglichen Autoren des Wörterbuchs war Herr Hundertwasser übrigens verwandt, wie ihr im letzten Link nachlesen könnt. Ein Foto von dem Wörterbuch habe ich übrigens nicht, damals hatte ich noch keine Kamera. Aber es beweist: Die Welt hat eine überschaubare Größe.

Mein Beitrag ist also nicht der Bahnhof – schließlich heißt das Blog Inhannover, nicht Inundumhannover.

Sondern das Wörterbuch, dessen ursprünglicher Autor noch Stowasser hieß – was aber nichts anderes bedeutet als Hundertwasser.

Ich bin halt wortlastig in diesem Blog 😉

 

 

 

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Wir sind doch noch Europameister

Allerdings ist das kein Grund zum Jubeln – denn es geht nicht um Sport. Sondern um Verpackungsmüll.

NDR 2 hat gerade eine Woche „Kommt nicht in die Tüte“ ausgerufen. Und zeigt auf, dass es heute, mit der Versorgung der Massen durch Supermärkte, gar nicht mehr ohne Plastikverpackungen geht.

Und doch kann man den Versuch unternehmen, alles ein wenig zu reduzieren.

Die Wurst-/Käseverpackung lässt sich zumindest minimieren, wenn man sich für die Bedientheke statt für die Selbstbedienungskühltheke entscheidet. Die Coffee-to-go-Welle verursacht eine Menge Müll mit den Einwegbechern. Und Brot kann ich aus dem Regal kaufen, in einer Plastiktüte, die nur langsam verrottet, sobald sie auf dem Müll landet (oder meist verbrannt wird), oder ich kann Brot beim Bäcker kaufen, der mir eine Papierverpackung anbietet. Allerdings – Papier ist in der Herstellung nicht weniger umweltfeindlich. Und es ist nicht wasserdicht – was spätestens bei anderen Produkten, aus der Gemüseabteilung, schon zu Kollateralschäden führen kann.

Was also hilft? Bewusster einkaufen. Selber machen (muss ja kein Brot backen sein, obwohl das auch geht). Transportverpackungen, wo möglich, wieder verwenden. Auch mal auf Alternativen ausweichen.

Wie bei der Energie hilft nur ein Mix aus Maßnahmen. Müll-Reduktion ist, wie Energiesparen, sicher schon ein großer Schritt zu mehr Umweltfreundlichkeit. Wir müssen nicht immer gleich in Absoluten denken. So wie keiner, der mit dem Auto zur Arbeit fährt, jeden Tag mit dem Fahrrad fahren oder den Zug nehmen kann, so kann eben auch nicht jede Kilowattstunde Strom alternativ erzeugt werden, so kann ein Durschnittsbürger ohne eigenen Garten eben nicht komplett auf Verpackungsmüll verzichten. Aber WENIGER ist hier schon deutlich mehr als der Ist-Zustand.

Dies ist eine moderne Gesellschaft, die bekanntermaßen nicht ohne Elektrizität auskommt.Und genauso ist es eine Gesellschaft, in der die Mehrheit längst in dichter Siedlungsweise wohnt – und daher auf Massen“verteilung“ von Lebensmitteln mit den daraus resultierenden Hygiene-Problemen angewiesen ist. Keiner will sein Huhn, das Stunden tot am Haken in der Hitze hing, mit Federn am Marktstand kaufen und dann noch durch die Hitze nach Hause schleppen. Aber wir wollen auch nicht im Plastikmüll ersticken – und sämtliche Erdölvorräte in Müll investieren …

Nein, ich habe keine Lösung für dieses Problem, sonst hätte ich schon Millionen auf dem Konto, den Chemie-Nobelpreis eingeheimst und würde nicht kostenfrei bloggen …

Starbucks belohnt seine Kunden im Übrigen dafür, Mehrwegbecher mitzubringen. Sagten sie im Radio!

 

 

 

Not-Brot

Ich gehe nicht gerne am Samstag einkaufen. So kann es aber schon mal passieren, dass mir das letzte Brot, das eigentlich noch über das Wochenende reichen sollte, schlecht wird (und Schimmel schmeiße ich immer großzügig wech).

Dann kann ich entweder auf Knäcke ausweichen. Nichts gegen Knäcke, aber es krümelt so.

Oder ich kann brotfrei leben. Spät morgens Haferflocken, nachmittags irgendwas kochen, was sich aus dem Vorrat zaubern lässt, in einer großzügigen Portion, die auch noch für den Abend reicht …

Oder, und das habe ich heute getan, ich kann backen. Brot backen. Ohne Hefe (die habe ich nämlich nur selten da und sie gelingt mir meist auch nicht sonderlich, das muss an der zugigen Wohnung liegen – denn sonst kam ich mit Hefe gut klar).

Das Rezept ist einfach:

500 g Mehl

400 ml (Butter-)Milch

1/2 Beutel Backpulver

und 1 TL Salz.

Fett für die kleine Kastenform.

H-Milch habe ich fast immer im Vorrat, Buttermilch dagegen, weil ich sie nicht trinke, eigentlich nur dann, wenn ich damit etwas backen möchte. Aber dies hier ist ja ein Not-Brot, wenn man eben nicht geplant hat.

Backofen auf 200 ° C vorheizen. Form fetten.

Die trockenen Zutaten gut vermengen, dann Milch hineinrühren. Alles ordentlich durchkneten (ich nehme die Hände, ist am einfachsten und es ist ja auch keine Butter drin, die dabei zu sehr schmelzen könnte).

Den Teig in die Kastenform geben und bei 200 ° C ca. 45 Minuten backen. Dann aus der Form lösen, auf einem Gitter auskühlen lassen.

Ist nichts für Brot-Gourmets, ist ein wenig fade. Aber ist brauchbar, um damit zu frühstücken oder sein Abendbrot einzunehmen. Kann auch als Beilage zu einer Suppe verwendet werden. Harte Butter reißt es auseinander, also Butter vorher aus dem Kühlschrank holen.

Guten Appetit.

 

Punkt, Punkt, Punkt – (28) – Kanaldeckel

Auch heute hat Sunnys Blogparade wieder etwas Schönes für uns. Kanaldeckel.

Und auch wenn Sunny meint, dass man dazu nur Fotos von Kanaldeckeln posten könnte, habe ich hier etwas mehr zu bieten.

Nein, nicht diesen Wikipedia-Artikel zum Thema. Das wäre ja zu einfach. NEIN, bei meinem Blognamen natürlich etwas Hannover-Spezifisches:

Und das ist ja wohl besser als jedes Foto. Und geht nicht mal auf meine speichermäßige Mengenbegrenzung 😀

Nein, die Musik ist nicht Original, der Video-Produzent wollte keine Urheberrechtsverletzung.

Es gibt, wenn ich Google richtig verstanden habe, auch einen solchen Kanaldeckel in Wien.

Einen schönen Sonn(en)tag noch.

Wieder an der Bushaltestelle

Heute beinahe von einer Radfahrerin überfahren worden, die völlig losgelöst von so etwas spießigem wie Verkehrsregeln am Bus vorbeidüste. Nicht lustig.

Dann warteten gleich VIER Radfahrer an  einer Fußgängerfurt – klar, zwei davon wollten auf der falschen Seite die Straße überqueren, da fährt man lieber die Fußgänger um als den Gegenverkehr auf dem Rad.  Die anderen zwei kannten den Unterschied zwischen Radweg und Gehweg wohl nicht. Die zwei in die falsche Richtung fuhren auch noch dreist und frech auf dem GEHweg weiter. Fahrrad wegnehmen. Fahrrad fahren verbieten (also, diesen speziellen Täterinnen). Bis sie einsehen, dass Fahrradfahrer auch Verkehrsregeln unterliegen.

*Schnaub, wüt, kleine schwarze Wolken mit Blitzen produziere*

Ist es wirklich so viel verlangt, dass man in einer Stadt mit 100.000en Verkehrsteilnehmern sich an gewisse Regeln hält? Ich laufe doch auch nicht auf dem Radweg, wenn ich ihn kreuze, gucke ich links UND recht – und ich erwarte an einer Bushaltestelle, dass ich ungehindert aus- und einsteigen kann, wie es das Gesetz vorsieht!

Seid froh, liebe regelbefreite Radfahrer, dass ich keinen Stockschirm mehr nutze … ist für alle Beteiligten besser so. Die Versuchung wäre da. Nicht groß, aber da. Und Gewalt ist einfach keine Lösung. Ich möchte doch nur, dass Ihr Euch an die Regeln haltet. Ihr seid nämlich nicht die Schwächsten im Verkehr, dass sind gehbehinderte Fußgänger! Und KINDER. Denkt denn keiner mehr an die Kinder?

 

 

Punkt, Punkt, Punkt – (27) – Zufluchtsorte

Mein erster Zufluchtsort, wenn mir alles zuviel wird, ist meine Wohnung, mehr noch, mein Bett. Ich bin jemand, der auch am hellichten Tag einschlafen kann, Schlaf ist mein Zufluchtszustand.

Aber wenn man Zufluchtsort nicht als Ort begreift, zu dem man flüchtet wie in einen Panikraum, sondern einen Ort, an dem man sich wieder aufladen kann, dann sind es Orte in dieser Stadt, die ich gern aufsuche:

Ein geschütztes, weniger besuchtes Plätzchen im Berggarten – dem botanischen Garten gegenüber dem bekannteren Barockgarten, z.B. – umgeben von Backsteinmauern, nicht der direkten Sonne ausgeliefert (Sonne und ich sind eher flüchtige Bekannte), nicht überrannt, ruhig. Fast, als wäre man auf der Terrasse des eigenen Gartens.

Ein weiterer Ort, an dem ich in Hannover auflade, ist der Zoo. Sehr überlaufen, sehr unruhig. Aber er hat seine ruhigen Ecken, die Seevögel-Abteilung, gleich am Eingang. Die Steinbänke vor dem Gorilla-Gehege.

Etwas ungewöhnlicher ist mein Rückzugsort im Landesmuseum – unten im Erdgeschoss befinden sich dort traditionell Aquarien, aber ohne die hektische Betriebsamkeit, die man vom familienfreundlichen Sealife (im Berggarten) kennt. Und zwischen Aquarien überkommt mich immer Ruhe.

Für Friedhofsliebhaber empfehle ich einen Spaziergang über den Lindener Berg – dort ist ein Park, der mal ein alter Friedhof war. Oder den Seelhorster Friedhof mit seinen Mausoleen und alten Statuen. Beides naturgemäß ruhige Orte.

Will ich aber nur vor der Hitze flüchten, gibt es nur einen Zufluchtsort: Zwischen die Kühlregale im Supermarkt meines Vertrauens. DAS erfrischt.