Punkt, Punkt, Punkt – (31) – Eingang zur Unterwelt

Da ich kein Foto in unserer „Szene“ am Steintor machen konnte ohne meine Kamera und ein paar Zähne zu verlieren,  ich U-Bahnstationseingänge hier in der Stadt ein ganz klein wenig unspektakulär finde, Eingänge zum Kanalsystem aber schon dran waren, blieb mir ja nicht viel, nicht wahr …

Scherzhafterweise hätte ich natürlich auch den Portikus des Leineschlosses fotografieren können. (Den Scherz versteht Ihr, wenn Ihr  dem Link folgt.) Aber Ihr habt ein besonderes Schnäppchen verdient …

 

 

Hier also ein Foto aus London, immerhin gab es mal eine Personalunion zwischen London und Hannover. Highgate ist mein absoluter Lieblingsfriedhof, auf dem ich selber allerdings noch nie war. Ich habe mal schnell bei Wikipedia nachgeschlagen, weil ich mich nicht mehr erinnere, was meine Kusine, von der diese Aufnahme stammt, dazu angemerkt hat: Dies ist der Eingang zur Ägyptischen Avenue auf dem Westlichen Teil.

Highgate6

Was noch deutlich zu erkennen ist, ist die Zeit, zu der Highgate erschaffen wurde.

Die Säulen sind ägyptischer Baukunst nachempfunden – im 19. Jahrhundert ein sehr beliebtes Thema in England. Highgate wurde 1839 eröffnet.

Und eine Kuriosität, mit dem viktorianischen Zeitalter verbindet man ja größte Prüderie:

Auch auf dem Westfriedhof findet sich das Familiengrab eines gewissen Mr Crosslands – in dem er selber allerdings nicht bestattet ist, dafür aber seine Schwiegereltern, sein Bruder, seine Ehefrau, seine Geliebte … *ahem*

Außerdem sind hier die Eltern, der Bruder und die Ehefrau von Charles Dickens begraben.

Herr Faraday, das ergab eine schnelle Internetrecherche, hat keinen entsprechenden Käfig um sein Grab.

Für den Westteil des Friedhofs gibt es nur geführte Touren – für die man sich anmelden muss. Sollte ich nochmal London besuchen, steht Highgate mit den anderen der „magnificent seven“ auf meiner To-Do-Liste.

 

 

 

22 Antworten zu “Punkt, Punkt, Punkt – (31) – Eingang zur Unterwelt

  1. Ich in noch nie an Highgate Friedhof, etwas auf meine „Bucket List“ da ich ein Friedhof Tourist bin. Schweizer Friedhöfe sind so aufgeräumt und langweilig.

    • Die meisten deutschen Friedhöfe auch … Immerhin gibt es noch ein paar ältere, zwar aufgeräumte, aber nicht langweilige, mit ansehnlichen Grabmalen hier in Hannover, aber Highgate schlägt natürlich keiner von ihnen.
      Ich weiß nicht, ob deine Erkrankung die 1 Stunde-Tour noch erlaubt, Pat …😦 Es ist nicht immer ebenes Gelände …

  2. Über den Herrn Faraday musste ich eben grad lachen…

  3. Hallo Frau Hunne,
    das Bild ist toll und man kann sich vorstellen hinter dem Eingang in die Unterwelt zu gelangen oder ins Glück. Mir jedenfalls erscheint darauf beides möglich. Das war für Mr. Crosslands vielleicht ähnlich😉. Highgate wäre bei meinem nächsten Besuch in London dann auch auf dem Zettel. Jetzt ist erst einmal Greyfriars Church mit Friedhof in Edinburgh dran.

    Liebe Grüße
    Sandra

  4. Hach ist der Eingang schön…schaut verwunschen aus..
    Danke vielmals für den Tipp, ich kann garnicht verstehen das ich noch nie auf diesen Friedhof Highgate war. Muss nachgehohlt werden..

    Auf dem Friedhof in Dublin waren wir..aber an der Ghostbus-Tour
    nicht teilgenommen..Ist nicht so mein Ding…

    Liebe Grüsse
    Elke

  5. Vieleicht sollte ich es doch mal mit Ghostbus-Tour versuchen🙂

  6. Auf einem Friedhof ist natürlich die Unterwelt nicht weit!
    Tolles Foto. Und der Bezug zwischen den Hannoveranern und dem britischen Königshaus ist uns royalen Beobachtern bekannt.
    LG Sabienes

  7. Guten Morgen, Frau Hunne,

    da ist ja tatsächlich der Eingang zur Unterwelt. Ein tolles Foto und ein Beitrag, der einige Male zum Schmunzeln anregt. DANKE!
    Ich mag den Mr. Crossland. Dass er sich selber nicht zu seinen Liebsten gebettet hat, ist ja logisch Wie hätte er dort Ruhe bei seiner letzten Ruhe gefunden.

    Ich wünsche dir einen guten Start in die neue Woche und in den neuen Monat.
    Barbara

    • Ich fand es jetzt nicht sehr nett, das ohnehin schon betrogene Weib und deren Eltern mit der Geliebten zusammen in ein Grab zu packen … Aber vermutlich war die Ehe „arrangiert“ – das wurde ja durchaus noch betrieben … und es war sein stiller Protest.

  8. Herrlich dieser Eingang, auch weil es ein schwarz-weiß Foto ist, das vermittelt noch stärker eine Assoziation zu früheren Zeiten…
    Dass die Ehefrau und die Geliebte da zusammen liegen finde ich großartig! Im Tod sind wieder alle gleich, und was davor war ist dann sowas von egal…Und die Eltern können ihren Senf auch nicht mehr dazu geben🙂 Wäre ja mal interessant zu wissen, wer zuerst da lag. Vielleicht haben sie Mr. Crosslands dann aus Rache woanders abgelegt, denn ich kann mir vorstellen, dass er schon gerne auch da gelegen hätte…

    LG Sabine

    • Also, es kann schon sein, dass Mr Crosslands erst seine verstorbene Gattin dort hin verbracht hat, dann nicht mehr heiraten wollte und sich erst als Witwer seine Geliebte zugelegt hat. Diese kleine Notiz in Wikipedia lässt da viel Interpretationsspielraum …

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