Stuhlgang – nee, nichts mit Verdauung!

Gestern Abend  war der Vorabend zur Altpapier- und Gelber Sack-Abholung. Idealer Zeitpunkt, um meine neuen in 4 Pappkartons verpackten Stühle auszupacken und deren Verpackung gleich loszuwerden. Gesagt, getan.

Auspacken war nicht so schwer. Dann fing ich an, die Stühle zusammen zu setzen. Nichts, was einen durchschnittlichen Horizont übersteigt, sollte man meinen, eher so einfach, dass man sogar auf die einfachste aller einfachen Bauanleitungen verzichtet hat. Also frisch ans Werk – Gestell, u-förmig (sind Freischwingerstühle), Metall, hatte vier Ösen für die vier Schrauben, vier Unterlegscheiben, lagen dabei, und ein Imbusschlüssel. In den Sitzschalen befanden sich unten unter dem Sitzteil (zu erkennen daran, dass es kürzer und nach vorne gekrümmt war) vier Löcher mit Gewinden. So weit, so gut.

Nun habe ich schwach in Erinnerung, dass man die Unterlegscheiben immer zwischen eine empfindliche Oberfläche und den Schraubenkopf bringt. Ich entschied mich also, die bespannte Unterseite des Stuhls zu schützen.Auf die Scheiben legte ich dann das Metall-Gestell ab, und dann führte ich die Schrauben ein und drehte sie nach und nach erst mit der Hand und dann mit dem Schlüssel immer fester zu. Klappte prima.

Stuhl zwei und drei waren auch nicht problematischer. Wundervoll.

Dann kam Stuhl vier. Hat schon jemand meinen Denkfehler erkannt?? Wenn nicht, Ihr habt noch ein, zwei Absätze. Ich hatte ja nun schon Routine, legte meine Scheiben auf den Stuhlboden, legte das Gestell auf, wollte die erste Schraube eindrehen – klemmte … Die anderen drei gingen, die vierte ließ sich partout nicht eindrehen, auch nicht ohne Unterlegscheibe. Na, Denkfehler inzwischen bei Euch angekommen? Bei mir gestern Abend nicht mehr!

Ich brachte also heute den sperrigen Stuhl ins Geschäft (gleich über die Straße) – und die junge Frau wunderte sich zwar, dass da jemand gleich mit dem reklamierten Möbelstück ankommt, aber nach einem Blick auf meine Adresse wunderte sie sich nicht mehr. Und versprach, sich darum zu kümmern. Na, inzwischen müssst Ihr meinen Denkfehler aber erkannt haben, oder?

Ich stellte mich auf eine Wartezeit ein … ein paar Wochen vermutlich. Das Telefon klingelte am Nachmittag. Ich habe erst gar nicht verstanden, dass es der Möbelladen war.

Ich rechne es der jungen Frau jetzt noch hoch an, dass sie nicht vor Erheiterung ins Telefon prustete! Ich hatte natürlich die Unterlegscheiben an die falsche Stelle gelegt. Wenn es darum gegangen wäre, den Sitzboden zu schützen, hätte das Gestell völlig ausgereicht! NEIN, hier geht es darum, die Unterlegscheiben auf das Gestell zu legen, damit sich das Gestell an den vorgesehenen Öffnungen nicht durch zu nachhaltig eingedrehte Schrauben verziehen kann! Lektion gelernt. Fertig montierten Stuhl nach Hause getragen.😀

Nun muss ich noch mal die anderen Stühle aufschrauben und das ganze korrigieren … Wer keine Arbeit hat, und ich habe gerade Urlaub, macht sich welche!

Und wieso nun Stuhlgang? Na, ich habe zweimal mit einem Stuhl den Gang über die Straße angetreten. Nee – ok – war Clickbait …

 

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