Wir sind doch noch Europameister

Allerdings ist das kein Grund zum Jubeln – denn es geht nicht um Sport. Sondern um Verpackungsmüll.

NDR 2 hat gerade eine Woche „Kommt nicht in die Tüte“ ausgerufen. Und zeigt auf, dass es heute, mit der Versorgung der Massen durch Supermärkte, gar nicht mehr ohne Plastikverpackungen geht.

Und doch kann man den Versuch unternehmen, alles ein wenig zu reduzieren.

Die Wurst-/Käseverpackung lässt sich zumindest minimieren, wenn man sich für die Bedientheke statt für die Selbstbedienungskühltheke entscheidet. Die Coffee-to-go-Welle verursacht eine Menge Müll mit den Einwegbechern. Und Brot kann ich aus dem Regal kaufen, in einer Plastiktüte, die nur langsam verrottet, sobald sie auf dem Müll landet (oder meist verbrannt wird), oder ich kann Brot beim Bäcker kaufen, der mir eine Papierverpackung anbietet. Allerdings – Papier ist in der Herstellung nicht weniger umweltfeindlich. Und es ist nicht wasserdicht – was spätestens bei anderen Produkten, aus der Gemüseabteilung, schon zu Kollateralschäden führen kann.

Was also hilft? Bewusster einkaufen. Selber machen (muss ja kein Brot backen sein, obwohl das auch geht). Transportverpackungen, wo möglich, wieder verwenden. Auch mal auf Alternativen ausweichen.

Wie bei der Energie hilft nur ein Mix aus Maßnahmen. Müll-Reduktion ist, wie Energiesparen, sicher schon ein großer Schritt zu mehr Umweltfreundlichkeit. Wir müssen nicht immer gleich in Absoluten denken. So wie keiner, der mit dem Auto zur Arbeit fährt, jeden Tag mit dem Fahrrad fahren oder den Zug nehmen kann, so kann eben auch nicht jede Kilowattstunde Strom alternativ erzeugt werden, so kann ein Durschnittsbürger ohne eigenen Garten eben nicht komplett auf Verpackungsmüll verzichten. Aber WENIGER ist hier schon deutlich mehr als der Ist-Zustand.

Dies ist eine moderne Gesellschaft, die bekanntermaßen nicht ohne Elektrizität auskommt.Und genauso ist es eine Gesellschaft, in der die Mehrheit längst in dichter Siedlungsweise wohnt – und daher auf Massen“verteilung“ von Lebensmitteln mit den daraus resultierenden Hygiene-Problemen angewiesen ist. Keiner will sein Huhn, das Stunden tot am Haken in der Hitze hing, mit Federn am Marktstand kaufen und dann noch durch die Hitze nach Hause schleppen. Aber wir wollen auch nicht im Plastikmüll ersticken – und sämtliche Erdölvorräte in Müll investieren …

Nein, ich habe keine Lösung für dieses Problem, sonst hätte ich schon Millionen auf dem Konto, den Chemie-Nobelpreis eingeheimst und würde nicht kostenfrei bloggen …

Starbucks belohnt seine Kunden im Übrigen dafür, Mehrwegbecher mitzubringen. Sagten sie im Radio!

 

 

 

2 Antworten zu “Wir sind doch noch Europameister

  1. Klasse! Ich wollte an der bedientheke die Wurst nicht alles einzeln in so ne Folie haben,aber da kam die Verkäuferin so durcheinander weil ich ihre gewohnten Handgriffe aus der Routine gebracht hab,dass sie alles noch mal neu wiegen musste. Die Kunden hinter mir wurden ungeduldig. Es ist ein bisschen ein Kampf sich gegen den Plastikmüll zu wehren.Aber es klappt. Grüße Kat.🌹

  2. Schwester Ingeborg

    Was auch nett ist, ist das Upcycling von Verpackungen. So kann man aus Plastikflaschen, die pfandfrei sind, Etuis herstellen. Oder aus alten Shampooflaschen Halterungen zum Aufladen von Handies oder MP3-Playern. Reduziert den Müll, ist nützlich und macht auch noch Spaß. Drei in eins… wie Kinderüberraschung.😉

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