Not-Brot

Ich gehe nicht gerne am Samstag einkaufen. So kann es aber schon mal passieren, dass mir das letzte Brot, das eigentlich noch über das Wochenende reichen sollte, schlecht wird (und Schimmel schmeiße ich immer großzügig wech).

Dann kann ich entweder auf Knäcke ausweichen. Nichts gegen Knäcke, aber es krümelt so.

Oder ich kann brotfrei leben. Spät morgens Haferflocken, nachmittags irgendwas kochen, was sich aus dem Vorrat zaubern lässt, in einer großzügigen Portion, die auch noch für den Abend reicht …

Oder, und das habe ich heute getan, ich kann backen. Brot backen. Ohne Hefe (die habe ich nämlich nur selten da und sie gelingt mir meist auch nicht sonderlich, das muss an der zugigen Wohnung liegen – denn sonst kam ich mit Hefe gut klar).

Das Rezept ist einfach:

500 g Mehl

400 ml (Butter-)Milch

1/2 Beutel Backpulver

und 1 TL Salz.

Fett für die kleine Kastenform.

H-Milch habe ich fast immer im Vorrat, Buttermilch dagegen, weil ich sie nicht trinke, eigentlich nur dann, wenn ich damit etwas backen möchte. Aber dies hier ist ja ein Not-Brot, wenn man eben nicht geplant hat.

Backofen auf 200 ° C vorheizen. Form fetten.

Die trockenen Zutaten gut vermengen, dann Milch hineinrühren. Alles ordentlich durchkneten (ich nehme die Hände, ist am einfachsten und es ist ja auch keine Butter drin, die dabei zu sehr schmelzen könnte).

Den Teig in die Kastenform geben und bei 200 ° C ca. 45 Minuten backen. Dann aus der Form lösen, auf einem Gitter auskühlen lassen.

Ist nichts für Brot-Gourmets, ist ein wenig fade. Aber ist brauchbar, um damit zu frühstücken oder sein Abendbrot einzunehmen. Kann auch als Beilage zu einer Suppe verwendet werden. Harte Butter reißt es auseinander, also Butter vorher aus dem Kühlschrank holen.

Guten Appetit.

 

8 Antworten zu “Not-Brot

  1. gute idee fuer sonntag abend, da haben wir meistens nicht mal mehr kuchen den wir statt brot essen koennten :o) danke :o) ist buttermilch besser fuer den geschmack oder macht das nicht wirklich was aus?

    • Nun habe ich etwas gefunden:
      Würde ich mit Natron backen, würde es einen Unterschied machen, mit Backpulver ist es wohl egal.
      Bei Chefkoch im Forum
      Ich denke, in dem Fall geht Milch auch. Wie schon oben erwähnt, brauchst du ein saures Milchprodukt wie Buttermilch, Joghurt, Dickmilch, wenn Natron als Triebmittel verwendet wird. In deinem Rezept ist es Backpulver, von daher geht Milch i.O.

    • Backpulver ist eine Mischung aus einer CO2-Quelle, meist Natriumhydrogencarbonat (Natron) oder Kaliumhydrogencarbonat, und einem Säuerungsmittel, oft Dinatriumdihydrogendiphosphat (E 450a) oder Monocalciumorthophosphat (E 341a) als Säureträger.
      D.h. beim Backpulver ist also bereits ein Säuerungsmittel dabei!

  2. I approach shopping on certain days the same way. I can „survive“ without bread if I substitute biscuits for bread. Your recipe suggests that the dough is basically biscuit dough baked in a bread pan. I’ll have to try your version and find out someday!

    • No biscuit dough: That would contain butter. Biscuit dough is tougher, shortcrust.
      This is bread. Very plain, simple bread.
      Do not get confused by the word buttermilch – there is no butter in it, it’s the leftover fluid after you have taken all the cream off with which you make butter. Then you can use normal natron.
      If you use normal milk, you should use baking powder.

If I promise to read it, can I convince you to comment? Wenn ich verspreche, dass ich es lese, kann ich dich überzeugen, zu kommentieren?

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