Lange Nacht der Museen, 2016

Und wieder zog ich mit einem meiner Freunde los. Dafür sind Freunde ja da. Wir fingen an beim Museum für Energiegeschichte – allerdings, weil wir dort schon mindestens dreimal waren und auch schon mindestens 2 Führungen durch haben, nur wegen des Music Acts: Die Taschengrammophone. Hörbeispiele hier. Lied Nummer 7 und 8 wurden z.B. auch gestern Abend vorgetragen. Sie brachten aber auch Pink Panther.

Anschließend sind wir wieder (ohne Kulturbus der Üstra) mit der Bahn raus in die Herrenhäuser Gärten gefahren. Dort, im Georgengarten, befindet sich das Deutsche Museum für Karikatur und Zeichenkunst. Es gab eine Hurzlmeier-Ausstellung, den ich bisher nur von Postkarten kenne. Aber nun habe ich auch mal seine Werke im Original gesehen. Die Werke waren mit Text von Harry Rowohlt versehen.

Außerdem gab es wieder ein Musik-Duo, Saxophon und Kontrabass (unserer einhelligen Meinung nach fehlte entweder Gesang oder ein Piano, um die Stücke abzurunden). U.a. gespielt wurde hier Angel Eyes. Der Ort war akustisch ein ganz klein wenig ungeeignet, da das Souterrain, in dem die Hurzlmeier-Ausstellung und das Konzert stattfand, mit dem Obergeschoss durch eine große Öffnung in der Decke verbunden ist – so dass man der Führung im oberen Bereich folgen konnte … Ich denke, die Führungsteilnehmer dachten ähnlich, nur andersherum.

Aber wie immer habe ich in diesem Museum im Museumsshop erstmal POSTKARTEN gekauft😉 Postcrossing hat mich immer noch fest im Griff.

Auch beim nächsten Museum, Museum Schloss Herrenhausen, ein mir bisher noch nicht bekanntes Museum (ist erst seit 2013 eröffnet), wurden zunächst die Postkarten durchwühlt, dann schauten wir uns den ersten Ausstellungsraum noch vor der Führung an, mit ein paar Porträts behängt und reichlich Gartenplänen und einem Schlossmodell versehen.

Die Führung selber war sehr ausführlich, konzentrierte sich zunächst auf den ersten Raum mit den Anfängen des Gartens und seinen Ausbauten – im zweiten Teil wurden Prinzipien des Barock erläutert, allerdings wurde in dieser Führung nicht auf alle Teile ausführlich eingegangen. Dazu fehlte schließlich die Zeit. Und im dritten Teil, von der napoleonischen Zeit bis heute war es auch nur noch ein kurzer Aufenthalt. U.a. wurde hier kurz die Nazi-Zeit beleuchtet – die Nazis haben den Garten selber zwar nicht bearbeitet, aber haben den 1936 vom Nicht-Parteimitglied -Stadtdirektor wieder in Stand gesetzten Garten gern für die eigene Propaganda genutzt.

Bis 1936 gehörte der Garten noch dem Welfenhaus, die sich aber nicht darum gekümmert haben.

Nach dieser Mammutführung fuhren wir dann bis zum Aegidientorplatz, um in der Architektenkammer, in der heute der Tag der Architektur gefeiert wird, eine Ausstellung zu nicht realisierten Bauprojekten zu sehen. U.a. sahen wir so, was dem Großen Garten in Herrenhausen für ein fürchterliches Monstrum anstatt des Schlosses erspart geblieben ist.

Auch andere Standorte in Hannover wären heute nicht wiedererkannbar, wenn der Größenwahn mancher Bau-Fachleute so durchgegangen wäre. Der Raschplatz sollte bebaut werden, der Kröpcke ganz zugebaut (wo jetzt doch noch Platz ist), der Platz, auf dem das Kulturzentrum Pavillon steht, war im Modell total verunstaltet … Nein, ich bin wohl kein Freund moderner Architektur. Zumal die Entwürfe Beton und Glas-Monstren waren.

Anschließend, kurz nach halb Zwölf, suchte ich mir dann ein Taxi (und fand eines am Theater am Aegi). Fahrtkosten 8,70. Ohne Trinkgeld, das ich natürlich noch gab.

Eine sehr schöne, sehr bunte Mischung, eine Nacht lang genug, dass mir fast die Beine abfielen, eine sehr nasse Nacht noch dazu (es nieselte bis zur Architektenkammer, danach nur noch ein paar Tropfen). Und seit langem habe ich mir GAR NIX im Museum August Kestner oder im Sprengelmuseum angesehen. Das Landesmuseum nahm übrigens nicht teil😦

Zwei neue Museen gesehen zu haben ist aber auf jeden Fall für die Kokosnuss-Bewertung vom Anfang des Blogs ein 4 von 5 Kokosnüsse-Urteil.

 

 

4 Antworten zu “Lange Nacht der Museen, 2016

  1. A most enjoyable account of a fun day with a friend!

    • Well, we HAD fun! My legs were hurting by the end of the night as we stood so long – but I am just not used to it anymore.

      • Well, I got to enjoy your links in the comfort of my home, while sitting in my very comfortable computer chair. It was an enjoyable museum experience without the sore feet, thanks to your excellent account of your day! (I love museums, but am not up to lots of walking any longer.)

        Incidentally, I find you blog most enjoyable even though my German knowledge isn’t up to reading it in German and the translate feature renders German in an odd literal way. I figure it out!

      • I am glad you enjoyed it! There is not enough fun in this world (look at Brexit) … So any we CAN have safely should be taken advantage of!

If I promise to read it, can I convince you to comment? Wenn ich verspreche, dass ich es lese, kann ich dich überzeugen, zu kommentieren?

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