Punkt, Punkt, Punkt – (24) – CHAOS

Hier in Hannover befindet sich ja die Hauptstadt des Chaos, wir hatten sogar unsere eigenen Gedenktage dafür, sie haben sich aber auf Dauer nicht durchgesetzt.

Wie, Ihr glaubt mir nicht? Dann schaut mal in Wikipedia nach:

„Die ersten Chaostage fanden 1983 in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover statt und richteten sich gegen eine geplante Punker-Kartei der Polizei. Bei den seitdem mehr oder weniger regelmäßig stattfindenden Chaostagen kam es – besonders bei den Chaostagen 1995 – immer wieder zu heftigen Ausschreitungen und Straßenschlachten mit der Polizei.“

Ich kann vermelden, Hannover ist so provinziell bürgerlich geordnet (weswegen ich so gern hier lebe), dass die Chaostage auf Dauer keine Chance hatten. Sie sind hier nur noch eine entfernte Erinnerung. Was auch besser so ist.

JA, auch Punks dürfen für Ihre Meinungen und Rechte demonstrieren! Und wenn dazu Punk-Musik gespielt wird, dann ist das halt so. Egal ob es anderen Leuten gefällt. Aber – auch Punks müssen sich dabei an die Regeln halten:

NEIN – nur weil ich gegen irgendetwas vom Staat bin, darf ich noch lange nicht plündern und brandschatzen bei Privatleuten. Und dazu zählt auch der Discounter an der Ecke – eine staatliche Einrichtung ist der nämlich nicht!

Chaostage gibt es natürlich immer noch – nur sind es jetzt nicht mehr Punks – sondern  Hooligans. Und sie finden nicht mehr im August in Hannover statt – sondern im Juni in Marseille.

 

 

 

 

17 Antworten zu “Punkt, Punkt, Punkt – (24) – CHAOS

  1. Chaos als bewusstes Vorgehen gehen Ordnung gibt es an vielen Stellen und nicht immer entsteht daraus etwas Schreckliches. Viele Menschen sprechen ja auch von kreativem Chaos und diesem Begriff kann ich sehr viel abgewinnen, weil er zeigt, dass jedem Chaos eine neue Ordnung entspringen kann. Und so haben meiner Meinung nach auch die Punker der Chaostage letztendlich ihre eigene Ordnung geschaffen. Blöd ist es nur, wenn man bei seiner Neuordnung von Gesellschaft oder was auch immer, andere beeinträchtigt.
    LG Iris

  2. traurig…marseille ist zwar ohnehin die stadt mit der hoechsten kriminalitaetsrate, aber das sollte nicht als freibrief verstanden werden :o( das musste definitiv nicht sein, dass man aufeinander losgeht wie nichts gutes…. und das hat auch nix mehr mit fussball oder nationalstolz zu tun…

    • Die Hooligans sind KEINE Fußballfans. Die sind nur noch wegen der Randale dabei!

      • ich weiss… leider :o((( es ist ohnehin schon chaotisch genug hier mit den andauernden streiks und diversen terrorwarnungen, da braucht es solche ausschreitungen von pruegelwuetigen chaoten echt nicht, schade fuer die leute, die ihr team anfeuern wollten und da mit reingeraten sind…

      • Die Engländer, die beteiligt waren, sind ja nur ein kleiner, militanter Haufen. Die eigentlichen Fans sind die im Stadion – und die daheim vor den Fernsehern. Und denen wurde ihr schönes Fußballfest durch diese Nicht-Fans verdorben!

      • ja leider… ich dachte immer sport ist eine art der verbindung zwischen den nationen… aber mein gedanke ist wohl nicht mehr zeitgemaess :o(((

      • Sport in Nationalteams ist eher ein Ausdruck der Rivalität. Verbindend ist er nur, wenn die Nationalität des Sportlers keine Rolle spielt – das hast du weder bei den Olympischen Spielen noch bei Welt- oder Euroopa-Meisterschaften.

      • >Hoffen wir das es die ausnahme war und die naechsten spiele nicht in gladiatorenkaempfe ausarten …..

      • 2006 war es ja auch die Ausnahme.

  3. Hallo Frau Hunne,

    schade mit der EM. Durch einige Hohlköppe, die absolut keine Fußballfans sind, da stimme ich zu, bekommt man einen Eindruck davon, welche unangenehme Formen „erschaffenes“ Chaos hat. Chaoten, die keine Achtung vor Personen und Ordnung haben, wird es immer geben. Punks sind für mich in der Mehrheit eher friedlich gesinnt, aber natürlich gibt es, wie in jeder Gruppierung Ausnahmen.

    Liebe Grüße
    Sandra

  4. Guten Morgen, Frau Hunne,

    dass man sich gegen Punker – und andere Karteien und gegen noch mehr „Polizeistaat“ einsetzt, kann ich sehr gut verstehen. Was ich hingegen nicht tolerieren kann ist, wenn man dabei Gewalt – in welcher Form auch immer – anwenden muss. Es gibt, zumindest bei uns, genügend gewaltlose (demokratische) Mittel, um gegen etwas anzugehen.
    Bei uns sind die Fasnachtstage ziemliche Chaos-Tage. Da herrscht zwar kein richtiges Chaos, aber eine ziemlich andere Ordnung.🙂

    Mit lieben Grüssen
    Barbara

  5. So hatte ich das noch nicht gesehen. Wusste nicht das es solche Tage gibt.

If I promise to read it, can I convince you to comment? Wenn ich verspreche, dass ich es lese, kann ich dich überzeugen, zu kommentieren?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s