Punkt, Punkt, Punkt – (23) – Kinderlieblingsbuch

Auch mir fällt die Auswahl schwer. Ihr habt zwei der Aspiranten schon beim Thema Herzensbücher gesehen, nämlich „Die Stadt der Kinder“ mit den Kindergedichten aus den späten 60er Jahren, und „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende.

Genauso faszinierend fand ich übrigens die Sammlung von Astrid Lindgren Geschichten, die ich hatte, Pippi Langstrumpf habe ich mit Freuden gelesen, Hans-Christian Andersen mit seinen traurigen Märchen gefiel mir oft besser als die der Gebrüder Grimm.“ Der kleine Hobbit“, der mir in den 70ern von einer Mitschülerin geschenkt wurde. Genauso gern las ich die Schreckenstein-Reihe (Hanni und Nanni fand ich auch lesbar, zog aber diese Version an Internatsgeschichten vor).

Ein Autor aber, von dem ich heute kein einziges Buch mehr im Regal stehen habe, weil ich ihn als Erwachsene nicht mehr lesbar finde (zu Schwarz-Weiß für meinen heutigen Geschmack, und zu sehr im Mary Sue style. (Kann alles, weiß alles …) hat meine Kindheit lange Jahre bestimmt.Viele DM, die ich so angesammelt habe durch Verwandtenbesuche und durch Taschengel, habe ich in Taschenbücher seiner wichtigsten Werke investiert:

Karl May.

Eine „schillernde“ Persönlichkeit war er, aber ich muss doch sagen, dass seine Bücher mir lange Zeit die größte Freude bereitet haben. Auch, weil es so viele davon gab. Da war immer noch ein neues zu haben, auf die ich teilweise dann gespart habe – ich habe auch heut noch nicht alle 74 gelesen. Nie alle 74 besessen. Aber eigentlich alle seiner Serien haben mich unterhalten. Egal ob es Winnetou und die (Jargon heute:) Spinoffs im Wilden Westen waren, ob es die „Durch die Wüste“-Reihe und deren Spinoffs (incl. den völlig abgedrehten Im Reich des Silbernen Löwen III und IV) waren, sein Buch über eine fiktive China-Reise („Der blaurote Methusalem“) oder seine Geschichten im für mich ja schon historischen Deutschland seiner Zeit – alles war für mich spannend, exotisch, hat mir auch die Deutsch-Französischen Kriege näher gebracht oder das Heutige Amerika (ich habe ja nicht aufgehört, über Amerika zu lesen und viele von Mays falschen Darstellungen inzwischen korrigieren können). May war mein erster Serienautor. Noch vor den Schreckenstein-Werken.

Weil ich heute keines seiner Bücher mehr im Haus habe, kann ich auch kein Foto beifügen.

18 Antworten zu “Punkt, Punkt, Punkt – (23) – Kinderlieblingsbuch

  1. Hallo Frau Hunne,
    ich habe die Märchen von H.Ch.Andersen geliebt. Sie erschienen mir viel realer wie die Geschichten von Grimm etc. „Der kleine Muck“ von Hauff ist mir ebenso in Erinnerung. Ach ja, Karl May habe ich auch gelesen und noch vieles mehr…..Bücher haben mein Leben schon immer bereichert!
    Angenehmen Sonntag,
    herzlichst moni

    • Wenn man so viele Büche liest, hat man ein echtes Problem, ein Lieblingsbuch zu nennen. Abe in der Zeit als Kind waren die Karl-May-Bände sicher meine Lieblingsbücher. Für Kinder ist ein Schwarz-Weiß-Schema so schön einfach …

  2. Pippi war meine Heldin, Ich haette alles gegeben um Pippi zu sein. Leider sah meine Familie das anders und man weigerte sich mir zum Pferd noch eine Villa und einen Affen zu kaufen, wie gemein! :o) Ich hab Karl May wohl falsch angefangen, mein 1. Buch war Der Oelprinz und das war absolut nicht mein Ding, somit hab ich mir kein weiteres mehr gekauft und die TV-Version vorgezogen :o)

  3. Hallo Frau Hunne,
    Mensch an Pippi, Michel, Lillebror (den mochte ich lieber als Karlsson und den Rest der Bücher von Astrid Lindgren habe ich gar nicht gedacht. Das liegt nur daran, dass die Bücher schon in den Enkelkisten liegen und ich sie nicht mehr täglich sehe. Von Lindgren mochte ich Mio mein Mio am liebsten. Karl May mochte ich verfilmt viel lieber als ihn zu lesen. An einem habe ich mich versucht und recht rasch aufgegeben.

    Liebe Grüße
    Sandra

  4. Astrid Lingren war auch unter meinen Lieblingen. Ich möchte alles, außer Pippi.
    LG Iris

  5. Pippi Langstrumpf war für mich ganz, ganz wichtig! Und die Unendliche Geschichte auch, aber da war ich schon erwachsen.
    Mit dem Karl May konnte ich nie so sehr viel anfangen und ich konnte es gar nicht verstehen, dass man in der damaligen DDR sogar eine Stadt nach ihm benannt hat (ich hatte ihn mit Karl Marx verwechselt)
    LG Sabienes

  6. Guten Morgen, Frau Hunne,

    auch ich mochte die Andersen-Märchen. Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern gehört immer noch zu meinen Lieblingsgeschichten. Auch mit den Indianern hatte ich es sehr. „Lederstrumpf“ eröffnete mir eine Welt, die so ganz anders gezeigt wurde, als ich sie bisher kannte. Das war gut so, denn nur eine Sicht auf die Dinge zu kennen, ist nicht gerade ein Plus.

    Ich wünsche dir eine gute Zeit
    Barbara

  7. Hallo Frau Hunne,
    durch Deinen Kommentar bei Frau Tonari bin ich in Deinem Blog gelandet.
    Kinderlieblingsbuch ist für mich schwer zu beantworten, es liegt daran welches Alter in etwa gemeint ist.
    Als Kind hatte ich nicht viele Bücher, das war in den Nachkriegsjahren einfach zu teuer. Von meinem (älteren) Cousin bekam ich irgendwann ein Märchenbuch, was er nicht mehr las, aber schon von vielen in der Familie gelesen wurde. Das habe ich geliebt. Später haben meine Kinder es genau so geliebt, und so sieht es auch aus – das habe ich heute noch.

    Hier http://www.agnes-welt.de/buecher/grimm_alt.jpg

    Während der Schulzeit hatten wir eine Schulbücherei wo ich mir Bücher auslieh. Eigene Bücher hatte ich auch zu der Zeit nicht viele, ich hatte „Heidi“, was ich wunderschön fand und „Gritlis Kinder“, von der gleichen Autorin.
    So mit etwa 12, 13, 14 Jahren holte ich mir in der Kath. Bücherei gerne Spurbücher, das ist mir jetzt erst wieder eingefallen, es gab einige die handelten von Prinz Erik, die fand ich toll, und dann von Enid Blyton die Fünf Freunde Bücher.
    Danach kam dann erst Karl May, mein Bruder hatte alle Bücher, als mein Bruder starb habe ich sie weggegeben (Flohmarktverkauf) nur die drei Bände von Winnetou habe ich behalten als Erinnerung an meinen Bruder der sie so geliebt.
    Gelesen habe ich sie aber auch nie wieder.

    So ein Spurbuch würde ich heute gerne noch mal anlesen, ob es die wohl noch gibt????

    Herzliche Grüße
    Agnes

    • Ja, was soll ich dir darauf antworten: Ja, es gibt noch Spurbuch-Verlag und die Spurbücher:
      Deutsche Übersetzungen erschienen ab 1948 zunächst im Alsatia Verlag Colmar, ab 1959 auch in der Dependance Alsatia Freiburg. Später erschienen einzelne Titel auch in anderen Verlagen, wie Arena oder Loewe. Seit 1982 erscheinen, teils neue Ausgaben, im Deutschen Spurbuchverlag Baunach, derzeit 21 Titel (Stand 2008).
      Ich habe noch nie vorher von diesem Verlag gehört …

  8. Habe die Bücher inzwischen im Web gesucht und gefunden.
    Da werden allerdings Liebhaberpreise gefordert.
    20 Euro zahle ich nicht dafür, auch nicht für den einst so geliebten Prinz Erik. Wahrscheinlich würde ich ja nicht mal 100 Seiten davon lesen, aber probieren würde ich es halt gerne mal.

    • 20 Euro geht noch, ich habe heute ein Taschenbuch für über 400 Euro gesehen … allerdings gibt es das Buch auch noch im Hardcover zum üblichen Preis von etwa 19 Euro.

  9. Es liegt daran wofür man die 20 Euro bezahlt. Für ein Buch, was ich nur probeweise lesen möchte ist mir zu viel. Vielleicht lege ich es ja nach ein paar Seiten schon aus der Hand.

If I promise to read it, can I convince you to comment? Wenn ich verspreche, dass ich es lese, kann ich dich überzeugen, zu kommentieren?

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