Monatsarchiv: April 2016

Gestern Abend im Bus

Ich saß gestern Abend an der Endhaltestelle im Bus und wartete darauf, dass die Fahrt losging. Neben mir auf der anderen Seite des Ganges saß ein Pärchen, sie mit einem Smartphone in der Hand.

Er stellte ihr eine halblaute Frage. Sie „schreibe eine Nachricht. … hat gefragt, ob sie Karten besorgen soll für die Matthäus-Passion am 7.4.“

Ich, nicht mehr halblaut „Das ist doch schon vorbei …“ (Hasst Ihr es nicht auch, wenn sich Fremde in Eure Gespräche einmischen?)

Sie, belustigt zu mir rüber „Nächstes Jahr!“

Wieder zu ihrem männlichen Begleiter: „Und für das  Weihnachtskonzert.“

Er „Welches Jahr“

Sie „Dieses!“

Es erschien mir eine berechtigte Frage …

 

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Veranstaltungskalender 2016

Nachdem Hannover also den Hannovermarathon hinter sich gelassen hat (wenigstens fuhren Bahnen und Busse, mehr sag ich dazu nicht), hier jetzt ein paar Veranstaltungen in den nächsten Monaten:

Am 5. Mai ist Himmelfahrt – traditionell das kostenlose Open-Air-Jazz-Konzert vor dem Rathaus.

Bands dieses Mal nicht aus Amerika (was schade ist, mir gefielen die Hellraisers). Stattdessen zwei Acts aus Deutschland (Nils Wülker und die Braunschweiger Band Jazzkantine), ein Italiener (Mario Bondi) und Seven, ein Schweizer, der mehr Soul als Jazz spielt.

Dann, am 28. Mai folgt die Lange Nacht der Theater.

Das Programm kommt vermutlich Ende dieses Monats raus und dann öffnet auch der Vorverkauf.

Die entsprechende Veranstaltung zu den Museen ist erst am 25. Juni, da steht noch nicht viel fest.

Und mein persönlicher Höhepunkt des Jahres wäre dann wieder ab 13. Juli

13. bis 17. Juli 2016

19. bis 24. Juli 2016

27. bis 31. Juli 2016

Das Kleine Fest im Großen Garten, wenn es das Wetter erlaubt. Ich gehe ja immer zur Abendkasse. Da kann ich mir das Wetter flexibel aussuchen.

Natürlich habe ich noch einiges nicht aufgeführt:

Ebenfalls im Mai:

Das 21. MASALA Weltbeat Festival findet vom 20. bis 29. Mai 2016 im Kulturzentrum Pavillon und an verschiedenen Orten der Region Hannover statt.

Für kurzentschlossene Freunde von vor allem deutscher Musik gibt es schlechte Nachrichten:

NDR 2 Plaza Festival 2016 ist ausverkauft! (wäre am 27. Mai gewesen)

Das zu den Highlights der nächsten Monate. Solltet Ihr noch von etwas hören, ich editiere diesen Post gern!

 

Punkt, Punkt, Punkt – (15) – Kuchen und Backen

Mehr dazu schrieb ich schon in einem früheren Beitrag

https://inhannover.wordpress.com/2015/11/08/in-der-weihnachtsbaeckerei-deutsche-landmarken/

Und heute hier das damals nicht hochgeladene Photo:

Stunden mit Freunden, lecker verbracht

Stunden mit Freunden, lecker verbracht

Die Schneebälle (Kokos, aber keine Makronen), für die ich das Rezept nicht habe, stehen rechts oben. Links daneben die Schokoberge/-gipfel – je nach Rezeptname, die mit weißer Kuvertüre verziert sind, dadrunter und daneben Biscotti mit Cranberries (übrigens SEHR lecker und nicht so hart, wie ich befürchtet hatte!), ganz unten Liegnitzer Bomben in der Spezial-Version (schon halb explodiert – dieser spezielle Freund sucht sich immer mega komplizierte Kekse aus, findet dann aber, dass der ganze Aufwand ja überflüssig sei – dementsprechend sahen die Nougatringe aus einem Vorjahr – geschmacklich eindeutig lecker – optisch eher wie Hundehaufen aus und dieses Jahr die Liegnitzer Bomben sind eben explodiert). Der Klassiker Spritzgebäck (links unten) und daneben Kekse mit Mohnfüllung.

Danach habe ich bisher nur noch einmal selbst gebacken – einen Kuchen aus meinem Lieblingsbackbuch: „1 Teig, 50 Kuchen“ aus dem GU-Verlag. Am Sonntag nach Weihnachten kam nämlich Besuch (genau die Bande, mit der ich schon die Kekse im November gebacken habe) – und da hab ich einen schönen Nuss-Kuchen mit Mandarinen-Sahnefüllung gebacken, den ich leider nicht fotografiert habe. Im Link hat es auch nur das Rezept ohne Foto.

Das letzte herzhafte Gebäck aus meinem eigenen Ofen war wohl der Räucherfischpie von Nigel Slater (englischer Koch mit Kolumne im Guardian). Allerdings mit Fertigblätterteig – also so richtig BACKEN nenne ich das nicht. Aber lecker war es trotzdem. Den gab es Heilig Abend.

Mein Lieblingsrindergericht ist zwar auch aus dem Backofen – zählt aber wohl nicht zum Thema „Kuchen und Backen“

Salzteig-Figürchen oder Fimo habe ich auch noch nie selbst gebacken … Ich hab da auch noch Ton herum liegen, den man im Backofen verwenden können soll …

Und, was schiebt Ihr so in den Ofen? Meine Nichten haben jeweils „einen Braten in der Röhre“ … aber nicht zum Essen 😛 Ich werde im Herbst zweimal Großtante.

So geht es aber nicht, Leute

Niedersachsen steht auf dem nicht ganz verkehrten Standpunkt, dass man hier nicht das einzige Endlager der Bundesrepublik für Atom-Müll vorhalten möchte, weil der meiste Atom-Müll woanders produziert würde.

Soweit so gut, angesichts der enormen Kosten für die Sicherungsmaßnahmen kann ich das nachvollziehen.

Aber wenn Niedersachsen  sich so geniert, anderer Leute Müll zu entsorgen, sollte es dann nicht den gleichen Maßstab bei sich selbst anlegen?

Hier in Niedersachsen, das ist nicht jedem bekannt, wird Erdöl/Erdgas gefördert. Dabei entstehen z.T. giftige Bohrschlämme. Sondermüll. Soweit, so gut, wenn da nicht der kleine Schönheitsfehler wäre, dass es hier in diesem Bundesland keine Sondermülldeponie mehr hat!

Muss ich, wenn ich beim Atommüll den Maßstab anlege, nicht für den Müll anderer verantwortlich zu sein, nicht denselben Maßstab beim Sondermüll ansetzen und auch GEGEN mich gelten lassen?

Nein, natürlich wünsche ich mir keine Sondermülldeponie vor der Haustür. Nicht, dass ich nicht eine hier hätte – gleich zwei Grundstücke weiter hat es mal eine Chemiefabrik gehabt, die ihre Altlasten in den Boden entsorgt hat – die Gasblase ist schon durch die halbe Südstadt gewandert und der Boden, längst mit einem Supermarkt überbaut, wird immer noch entlüftet! Aber wenn Niedersachsen sich die Gewerbesteuer von den Erdöl/-gasförderern einsteckt, kann es doch nicht die Entsorgung mit all den unwägbaren zukünftigen Gefahren den Nachbarn aufhalsen.

Nur zur Erinnerung – wir haben hier eine rot-grüne Landesregierung …

Eines geht nur, entweder müllfrei, dann aber bitte auch keine Müllentstehung – oder Müllentstehung, dann bitte auch Müllentsorgung hier ermöglichen.

Und die Schlämme sind ja nicht das Einzige, was hier im Land an größeren Mengen Sondermüll anfällt – es gibt so einige inzwischen aufgelöste Betriebe, die Dreck nicht am Stecken, sondern im Boden haben. Und dieser Dreck muss ja irgendwo hin!

Ich kann doch nicht anderen Leuten diesen Sondermüll vor die Haustür kippen, die damit noch weniger zu tun haben als die Leute, die mal von diesen Betrieben profitiert haben, irgendwie (Steuern, Arbeitsplätze, Infrastruktur).

Ehrlicher wäre es, hier im Lande, so unbeliebt das ist, eine Entsorgungsmöglichkeit zu schaffen. Und wenn das nicht möglich ist, dann sollte man zumindest hier im Lande die Entstehung des entsprechenden Mülls auf Null reduzieren, sprich Anlagen, die Sondermüll produzieren, nicht mit einer Betriebserlaubnis versehen! Die Altlasten bleiben, aber dass immer noch neue Giftabfälle produziert werden, ohne dass man weiß, was man mit dem bisher schon entstandenen Zeug macht, geht gar nicht. Dann muss ich eben auf die Erdöl-/-gasförderung solange verzichten, bis ich ein Entsorgungskonzept habe, das nicht Unbeteiligte belastet. Auf Kosten anderer kann ich jedenfalls nicht meine Umwelt rein halten.

Punkt, Punkt, Punkt -(14) – Stau

Zuerst habe ich ja bedauert, meine Warteschlangen vor der Baustellenampel vorm Haus nicht fotografiert zu haben. Aber dann hat mir das Wetter am Dienstmorgen ein Geschenk gemacht. Eines, das auch mit der Baustelle zu tun hat.

Wir wissen ja alle *Achtung, nicht Ernst gemeint*, dass Bauarbeiter nur kleine Jungs sind, die nie aus dem Sandkastenalter heraus gekommen sind. Und was machen fortgeschrittene Sandkastenspieler? Sie bauen Staudämme. Das machten die Bauarbeiter vor meiner Haustür auch.

Ich kam nur mit Umweg trockenen Fußes zur Arbeit, hatte aber wenigstens ein Foto für Euch (das habe ich erst am Nachmittag gemacht, da war schon wieder Wasser abgelaufen):

IMG_0870[1]

Intelligenterweise haben die Bau“herren“ nämlich den Zugang zum Regenwasserkanal verbaut. Damit staute sich das Regenwasser, bis die Pfütze so breit war, dass ich nicht mehr mit einem Sprung ins Trockene kam. Ich musste also bis auf die Fahrbahn an der Kreuzung ausweichen, und dort auf den Bürgersteig wechseln.

Ich sag jetzt mal vorurteilsbeladen: Das Foto ist ein Beleg typisch männlicher Denkweise. „Meine Arbeit ist so wichtig, dass eh alles andere untergeordnet ist, also brauche ich mir auch keine Gedanken zu machen, was für Auswirkungen mein Handeln hat …“

Gut nur, dass keine Regenzeit hereinbrach sondern am übernächsten Tag kein Regen mehr fiel. Und bis dahin war es auch kein Dauerregen.

Und wieso ich darauf komme, dass das typisch männlich ist? Weil ich GENAU ZWEI Beispiele hatte, die GENAUSO gehandelt haben. Großvater und sein Schwiegersohn, was mein Vater war. Wenn Großvater irgendwas mal eben machen wollte, musste jede alles stehen und liegen lassen und ihm helfen. Und Vater in der Küche, wenn er kochte (das tat er hin und wieder, mit essenswerten Ergebnissen!), kannte auch keine Gefangenen … Die Küche endete jedes Mal im Chaos, für das er sich dann nicht zuständig fühlte. Und nein, ich habe kein Foto davon für unser Chaos-Thema …

Das Schlimmste ist, wenn ich koche, endet das auch meist mit Chaos, ich muss mich aber zuständig fühlen … ich bin allein. Doch wie gesagt, Chaos ist eine andere Baustelle.