Flüchtlinge, Asylanten, eine große schweigende Mehrheit – und ein paar verbrecherische Ausgeflippte

In Deutschland kamen 2015  1,1 Millionen Flüchtlinge an.

In Köln haben 1000 Männer Silvester einer nicht kleinen Zahl von Frauen das Leben zur Hölle gemacht (vergewaltigt wurde wohl „nur“ 1 Opfer, die anderen wurden bestohlen, aufs Heftigste begrabscht und auch verbal beleidigt und bedroht). 170 Anzeigen, stand jetzt. In Hamburg wurden bislang 108 Anzeigen erstattet. Wieviele Angreifer dort beteiligt waren, habe ich noch nicht gefunden. Auch in Stuttgart gab es ähnliche Vorfälle. Diebstähle, sexuelle Übergriffe, aber keine weiteren Vergewaltigungen. Anzeigen waren im niedrigen zweistelligen Bereich.

Zur Klarstellung: 2014 gab es Vergewaltigung und sexuelle Nötigung
7.345 Fälle. Sonstige sexuelle Nötigung (§ 177 Abs. 1 und 5 StGB)
4.622. Nach der amtlichen Statistik beim BKA – also Anzeigen. Nicht Verurteilungen.

Für alle Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (da gehören noch Kinderpornographie, Missbrauch von Schutzbefohlenen und exhibitionistische Handlungen dazu) gilt: Die GESAMTQuote in 2014 war 0,8 % Anteil an der Gesamtkriminalität. Nur mal so als Info. Jeder Fall ist ein Fall zuviel, da sind wir uns natürlich alle einig! Aber es ist nicht so, als wenn wir uns nicht mehr auf die Straßen trauen dürften.

Selbst wenn ALLE diese Männer Silvester in Köln Flüchtlinge dieses Jahres gewesen wären (Spoiler Alert: Waren sie nicht, von den 31 Festgenommenen waren 18 Flüchtlinge/Asylbewerber, aber wann diese kamen, wurde nicht festgehalten, zwei der Festgenommenen besaßen einen deutschen Pass – WAREN ALSO DEUTSCHE!), wäre es nur ein Promille gewesen, ein Zehntel Prozent der in 2015 neu hinzugekommenen Flüchtlinge.

Von diesen 1000 sind aber nicht alle aktiv geworden. Die genauen Zahlen sind noch nicht raus, aber es war wohl nur eine Gruppe von 50 Leuten, die sexuell belästigt haben, die anderen 950 haben mehr so „drohend“ rumgestanden.

950 die sicher einen Unterschied hätten machen können, denen ich unterlassene Hilfeleistung vorwerfen muss, wenn nicht sogar Beihilfe durch moralische Unterstützung! Aber sie haben eben nicht gestohlen und Frauen an die Brüste und in den Schritt gegriffen. Oder an den Hintern.

Es waren „nur“ etwa 50 (also 50 zuviele!), die aktiv Straftaten begangen haben, einige davon mit DEUTSCHEM PASS, die hier mit großer Wahrscheinlichkeit schon zur Schule gingen.

Was ich damit sagen will? Klar können wir überreagieren und jeden Nordafrikaner und Mann mit Nahöstlichem Hintergrund hier erstmal vorsichtshalber kastrieren. Ich bin nicht der Meinung, dass das wünschenswert wäre.

Wir sollten daher, wie immer, wenn eine Straftat begangen wurde, die Polizei in Ruhe ermitteln lassen, nachbohren, ob sie es auch ordentlich tun, natürlich, dafür ist die Presse da!

Und vor allem sollten wir nicht Sippenhaft einführen. Das war eine sehr dunkle Zeit, als wir diese hatten!! Wir wollen dahin nicht zurück! Damals wurden übrigens auch Frauen vergewaltigt. Jüdische Frauen. Deutsche Frauen mit jüdischer Religion oder auch nur jüdischer Familie! Aber auch später andere Frauen. Es war Krieg, da leiden Frauen immer auf beiden Seiten besonders. Wie ich schon sagte, eine sehr dunkle Zeit.

Sollten wir deswegen was passiert ist ignorieren? Nein, wir sollten Straftaten NIE ignorieren.

Wir sollten aber auch nur die Täter nach ihrer individuellen Schuld bestrafen. Wir sind ein Rechtsstaat Himmelherrgottnochmal! Wir sind kein Lynchmob.

Und die meisten Deutschen sehen das übrigens genauso – die Unterstützung für Flüchtlinge sank zwar etwas aufgrund dieser Vorfälle – aber NUR von 77 auf 72 % (Quelle, heute im Radio gehört, NDR 2).

Was wir allerdings tun sollten:

Nein, wir sollten keine Opfer zur Verantwortung ziehen. Niemand kann verhindern Opfer einer Straftat zu werden – genausowenig wie man sicher stellen kann, keinen Krebs zu bekommen (auch wenn man „gesund lebt“) oder einem Unfall zum Opfer zu fallen. Die Empfehlung, Abstand zu halten, ist lebensfremd, ein hilfloser Versuch. Nicht das Opfer sollte sein Verhalten ändern. Der potentielle Täter jedoch muss.

Wir könnten, wie das neuerdings auf amerikanischen Hochschulgeländen üblich ist, Männern deutlicher klar machen, was sexuell hier geht, und was hier nicht geht. Nicht, dass sie das nicht schon wissen. Aber es muss noch klarer gemacht werden! Und zwar allen Männern. Nicht nur solchen mit „nordafrikanischem/arabischen Aussehen“.

Wir könnten unseren Gästen mit Migrationshintergrund (das zu ignorieren, hilft ja nicht, die Täter in Köln hatten diesen) auch klar machen, dass das, was da passiert ist, nicht nur HIER ein schamvoller Akt ist – sondern gerade auch für die Gäste – die hier nämlich die uralte Tradition der Gastfreundschaft verletzt haben, die in ihren Herkunftsländern oft noch viel höher geschätzt wird als hier, und die von beiden, Gastgebern und Gästen Rücksichtnahme verlangt!

Diejenigen, die aus Krisen- und Kriegsgebieten zu uns kommen, die in nicht mehr funktionsfähigen Staaten lebten, müssen wegen ihrer dort erlebten Traumata therapiert werden. Wie oft heißt es von Vergewaltigern und Pädophilen, sie seien selbst missbraucht worden oder hätten dergleichen in ihrer engsten Umgebung miterlebt? Gilt das für die Leute nicht, die mit ansehen mussten, wie die eigene Mutter/Schwester in einem Bürgerkrieg vergewaltigt wurde? Die Leute, die hierher kommen, kommen ja nicht, weil es daheim ein Disney-Happy-End-Leben gab! Sie kommen oft, weil sie Gewalt erlebt haben. Einige mögen sogar Folteropfer sein. Und nein, ich entschuldige damit nicht die Taten, die in Köln, Hamburg und Stuttgart begangen wurden. Ich denke nur laut darüber nach, wie wir erneute Taten dieser Art und Dimension verhindern könnten! Wenn einige der Täter selber traumatisiert waren, hätte eine frühzeitige Therapie sie vielleicht auffangen können. Zumindest sollte man dies für die Zukunft im Kopf behalten!

Außerdem (nicht anstelle!) können wir mehr Selbstverteidigungskurse anbieten, nicht verpflichtend! Nicht, weil „wer sich nicht wehrt“ selbst schuld sei. Das ist nicht der Fall.

Wer gelernt hat, sich zu wehren, wird allerdings erstaunlicherweise auch weniger häufig zum Opfer. Das hat etwas mit Körperhaltung zu tun. Mit Selbstvertrauen. Mit einer No-Nonsense-Einstellung, die sich schon in der Körpersprache ziemlich eindeutig bemerkbar macht.

Und die, die sich wehren, wenn sie doch angegriffen werden, haben zu 80 % die Chance, dass es nicht zum Vollzug der Tat kommt, sondern beim Versuch bleibt. (Hohe Chance bei Fremdtätern, je früher die Gegenwehr anfängt, desto höher die Wahrscheinlichkeit des Tatabbruchs.)

Das heißt nicht, dass ich die Verantwortung auf die potentiellen Opfer abwälzen möchte. Ich möchte nur, dass die als Opfer ausgewählten eine Chance haben, sich dieser Rolle zu entziehen, ohne dass sie sich einschränken müssen bei Kleiderwahl, bei der Wahl ihres Aufenthaltsortes oder in ihrer Freundlichkeit, wenn sie jemand um eine Auskunft bittet. Wer sich verteidigen kann, ohne Waffen (bin strikt dagegen, Waffen zu benutzen, die können vom Täter entwunden und gegen einen eingesetzt werden, ja ich rede von dir, Reizgas, u.a.), wer zurück brüllen kann, der kann den Moment haben, den er braucht, um sich in Sicherheit zu bringen. Eine Chance.

Vor allem aber müssen wir potentielle Täter beeinflussen. Jungen Männern beibringen, dass ihr Macho-Gehabe sie hier in Schwierigkeiten bringt – und auf längere Sicht ins Gefängnis.

Es gilt: ALLE Frauen sind keine Objekte.

Es gilt natürlich auch: Nicht alle Männer sind Täter, auch nicht ein signifikanter Teil der männlichen Flüchtlinge! Die allermeisten, über 99,9%, haben den Jahreswechsel hier friedlich gefeiert! Allein oder mit deutschen Unterstützern.

Das ist meine völlig unerhebliche Meinung zum Thema.

 

10 Antworten zu “Flüchtlinge, Asylanten, eine große schweigende Mehrheit – und ein paar verbrecherische Ausgeflippte

  1. Ich möchte mich Deiner unerheblichen Meinung anschließen.Wort für Wort und Punkt für Punkt

  2. Dein Beitrag ist für mich sehr wichtig, liest mensch sonst doch nur den üblichen“Scheiß“, sorry.
    Es ist mal richtig wohltuend meine eigene Meinung hier wieder zu finden.
    Deine Statistik werde ich mir mal mitnehmen, denke ist ok für Dich?!, dann habe ich bessere verbale Argumente, wenn meine Schwiemu wieder mit ihrem üblichen:“ jetzt müssen sie aber raus, die Asylanten.“
    Danke
    LG Sabine

  3. JA.Genau, BILDLeserin ist sie, ganz genau!!!

  4. A aus H an der L

    Eine mehr order weniger aktuelle Pressemitteilung der Kölner Polizei besagt, dass die Täter größtenteils Asylsuchende und illegal Aufhaltende seien: http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/3220633
    Das finde ich jetzt ziemlich doof, aber da ich davon ausgehe, dass dies der kleinste Prozentteil von Asylsuchenden (etc.) ist, der größte Teil also friedlich vor sich hin lebt, rechtfertigt selbst so eine Aussage keinerlei Lynchmob oder Ähnliches. Eigentlich rechtfertigt nix einen Lynchmob.
    Wie dem auch sei: Asylsuchenden muss recht fix sehr klar gemacht werden, dass sie sich in einer Gesellschaft mit ziemlich anderen Werten und Normen aufhalten und sie sich als Gast zu verhalten haben. Auch wenn sie alkoholisiert sind und sich völlig dusselig benehmen (damit meine ich jetzt das Beschießen mit Böllern etc.).

    Du schreibst in Bezug auf polizeiliche Ermittlung: „[…] nachbohren, ob sie es auch ordentlich tun, natürlich, dafür ist die Presse da!“
    Unsere liebe Presse leidet, ebenso wie die Polizei, unter einer sehr dünnen Personalschicht. Mein Gefühl sagt mir, dass mittlerweile wir via Internet das mit dem Nachbohren übernehmen sollten.

  5. Hi, I am an Australian journalist and I was interested in interviewing you, would that be possible?

    • Ms Chang, I feel flattered. But no. Interviews have certain uncontrollable dynamics and I am afraid, my usage of English is not perfect, I might say things in your language which I do not mean that way – just because I don’t know certain connotations. So it has to be a No. But thank you for considering my humble opinion important enough.

If I promise to read it, can I convince you to comment? Wenn ich verspreche, dass ich es lese, kann ich dich überzeugen, zu kommentieren?

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