Hannover keine Jazz-Stadt

Schocker! In der HAZ von heute steht, dass Hannover keine Jazz-Stadt ist.

Egal, dass weltbekannte Jazzer in den kleinen Jazz-Club am Lindener Berge kommen, dass jedes Jahr einige 10.o00 zum Open-Air-Konzert vor dem Neuen Rathaus kommen, dass Künstler wie Till Brönner ihre Konzerte auch in größeren Theatern ausverkauft haben (was auch Herr Arndt einräumt), dass bei der langen Nacht der Theater, als die Oper noch anderes als Oper anbot, die letzte Vorstellung des Tages Swing und Jazz gewidmet war *seufz, warum haben sie damit aufgehört?* – das alles reicht nicht.

Nach dem Schreiberling der HAZ muss man nämlich DEN angesagten Jazzmusiker Deutschlands gern hören, sein Konzert stürmen, damit man sich als Jazz-Stadt bezeichnen darf.

Hallooooo? Erde an Stefan Arndt – nur, weil EIN Künstler beim Hannoverschen Publikum durchfällt, heißt das noch lange nicht, wir mögen kein Jazz – es heißt nur, wir mögen die Musik von Michael Wollny nicht! Müssen wir denn wirklich JEDEM Trend hinterherhecheln? Gerade im JAZZ, der für seine Freiheiten und Formenvielfalt berühmt ist, muss nicht jeder alles mögen.

Ich mag z.B. auch nicht JEDEN Act des Open-Air-Konzerts am Himmelfahrtstag. Das ist ja das Schöne, Jazz ist vielfältig.

Aber Kritiker, die das Publikum beschimpfen, dem partout nicht gefallen will, was dem Kritiker am Herzen liegt, gehören für mich sowieso in eine Kategorie, die mit A beginnt … nein, das Ende reimt sich nicht auf Marsch oder noch. Eher auf Tanz. Herr Arndt hat sich mit seinem Stück in der HAZ von heute eher disqualifiziert. Siehe dazu auch Jonathan Jones, der Kritiker, der einen ganzen Autoren in der Luft zerrreisst, ohne auch nur eines seiner Bücher gelesen zu haben … Vielleicht kann er nicht lesen, der Mann ist Kunstkritiker.

Dass Herr Arndt einer Stadt Jazzkenntnisse abspricht, nur weil SEIN Lieblingsmusiker durchgefallen ist, spricht nicht gegen diese Stadt  eher gegen den Kritiker. Wollte ich nur mal so anmerken, Herr Arndt.

Für all diejenigen, die doch noch hin wollen: Tickets sollten im Theater am Aegi noch zu bekommen sein. Preis im HAZ-Ticket-Shop (ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass der HAZ-Schreiber hier die Hannoveraner als Banausen beschimpft, weil das Konzert, für dass im HAZ-Ticket-Shop Karten verkauft werden, nur schwach nachgefragt ist) ab € 25,80.

2 Antworten zu “Hannover keine Jazz-Stadt

  1. vielleicht hat der herr arndt nicht gewusst dass sogar Count Basie und Duke Ellington in hannover gespielt haben und hannover damit sehr wohl eine jazz-stadt ist :o)

If I promise to read it, can I convince you to comment? Wenn ich verspreche, dass ich es lese, kann ich dich überzeugen, zu kommentieren?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s