Frankreich tut was gegen Lebensmittelverschwendung

Immer wieder werfen Supermärkte Lebensmittel weg, die noch völlig in Ordnung sind. Lebensmittel, die kurz vor dem Ablaufdatum stehen, Frischwaren, die einfach nur nicht mehr hübsch aussehen (Obst und Gemüse). In Frankreich ist jetzt ein neues Gesetz in Kraft gesetzt worden, mit dem dieser Verschwendung ein Ende gesetzt wird. Anstatt die nicht mehr verkauften Produkte im Hof noch mit Bleichmittel zu übergießen, um zu verhindern, dass sich Leute diese Lebensmittel aus dem Müll holen und davon leben, sollen Supermärkte jetzt mit Wohltätigkeitsorganisationen zusammen arbeiten, die diese Produkte abholen und verteilen. Das „Unbrauchbarmachen“ soll ganz verboten werden.
Sicher, da sind noch Fragen offen, z.B. Was passiert, wenn doch mal ein Produkt verdorben ist? Man kann dann wohl kaum dem Supermarkt einen Vorwurf machen!
Aber der Ansatz ist es, der zählt. Auch in Deutschland wandern zuviele Lebensmittel in den Müll – nicht zuletzt bereits in den Supermärkten.

8 Antworten zu “Frankreich tut was gegen Lebensmittelverschwendung

  1. Ich glaube, die Supermärkte als Haupt“wegwerfer“ einzustufen, ist der falsche Ansatz. Alles, was die wegwerfen müssen, bringt ihnen kein Geld, von daher haben sie ein Interesse daran, möglichst sauber zu kalkulieren. Was kurz vor MHD ist, findet zum reduzierten Preis einen Käufer, zumindest bei uns hier ist das so. Viel mehr wird weggeworfen, wo es der Kunde gar nicht sieht: am Großmarkt, wenn sich kein Abnehmer gefunden hat, und schon beim Landwirt, wenn Größe/Schönheit nicht stimmt. Da müßte ein Weg gefunden werden, Überproduktion auszubremsen oder wenigstens die Ware, die keinen Abnehmer gefunden hat, noch als Tierfutter zu verwenden – die armen Fabrikhühner wären bestimmt entzückt über ein welkes Salatblatt.
    Meiner Ansicht nach der sinnvollste Ansatz ist diese genossenschaftliche Lösung, wo der Käufer dem Bauer einen gewissen Betrag zahlt und dafür bekommt er Lebensmittel. Der Landwirt weiß dann, wieviele Leute er versorgen muß, und kann notfalls noch Überschußware dazuschenken.

  2. Naja, solange es in Deutschland den ALG-II-Empfängern auf ihre „üppigen“ Leistungen angerechnet, pardon,von denen abgezogen wird, wenn sie sich *auch* bei den Tafeln versorgen, wäre ein solches Gesetz ja quasi kontraproduktiv.

    • Und es ist auch ein Fakt, dass die meiste Verschwendung gar nicht so sehr den Endverbraucher betrifft, sondern schon beim (Zwischen-)Händler stattfindet. All das suboptimale Gemüse, das gar nicht erst den Kunden erreicht – oder beim Nicht-Verkauf welk wird, all die noch guten Produkte jenseits des MHD …

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