Icons of England – Deutsche Ikonen

Auch wenn ich fürchterlich bei meinem Ziel von ein Buch pro Tag versagt habe (irgendwie war mein Urlaub nicht ganz so selbstbestimmt, wie ich dachte) – ich lese trotzdem weiter – und kaufe leider auch weiter Bücher.

Ich las am Freitag zu Ende: Icons of England. Eine Zusammenstellung über all die kleinen Perlen, die England nach Ansicht „berühmter“ Bewohner zu England machen. In Deutschland wird man die wenigsten von ihnen kennen, aber z.B. Michael Palin (Monty Python – Ein Fisch namens Wanda) hat dort auch einen kleinen Aufsatz abgeliefert.

Die Heransgehenweise der Autoren ist immer persönlich, daher auch sehr individuell. Einige berichten über Kindheitserinnerungen, die bis heute andauern (ein gewisser Aquädukt, z.B.), andere über Schönheiten, die sie erst später im Leben zu würdigen wussten. Und einige Migranten über ihre ersten britischen Wurzeln. Denn was Felder, Küstenlandschaften, Streuobstwiesen aber auch solche Dinge wie die berühmten roten Säulenbriefkästen gemeinsam haben: Sie haben den Autoren gezeigt, was SIE besonders an ihrer Umgebung schätzen. Und es hat mich dazu gebracht, zu überlegen, was ich in eine Sammlung Deutsche Ikonen aufnehmen würde:

Bier – obwohl ich das nicht mal selber trinke, weil es einen Großteil meiner Kindheit bestimmt hat. Von den zwei Flaschen, die ich als Vorschulkind aus der Nachbarschaft holen musste, wo sie flaschenweise verkauft wurden, mangels eines echten Ladens – über das Bier, das man in Unkenntnis all der Risiken über das  Grillgut kippte, über das Bier, das ich mich in meiner Pubertät weigerte, aus dem Keller zu holen – also Bier als Emanzipationsmittel.

Aber ich erinnere mich eben auch an Einrichtungen wie Biergärten – zuerst in Süddeutschland verbreitet und dort auch in meiner Jugend kennen gelernt. Oder wenn wir Verwandte in Bayern besuchen fuhren, an die landschaftsgestaltenden Auswirkungen – die Holledau mit ihren Hopfengärten – die hängenden Gärten der Bierbrauer.

Geschichtlich ist es natürlich viel älter als der deutsche Staat – in Ägypten trank man bereits etwas ähnliches .. allerdings hatte es noch wenig gemein mit dem heutigen Gebräu.

Eine lange Tradition hatte das Brauen in den Klöstern, aber auch deutsche Hausfrauen beherrschten diese Fertigkeit.

Es gehört also wirklich zur Kultur hierzulande. Egal, wie man zum Produkt, zum Alkoholkonsum oder zu den Auswirkungen steht.

3 Antworten zu “Icons of England – Deutsche Ikonen

  1. „das Bier, das man in Unkenntnis all der Risiken über das Grillgut kippte“ — darf ich fragen, was für Risiken du da meinst?

If I promise to read it, can I convince you to comment? Wenn ich verspreche, dass ich es lese, kann ich dich überzeugen, zu kommentieren?

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