Kleines Fest

Eine beliebte Hannoversche Institution ist das Kleine Fest im Großen Garten.

Und wenn das Wetter nicht zu kalt und nass ist, sind wir auch immer wieder gern dabei. Weil diese beliebte Open-Air-Veranstaltung schon im März verlost wird (da wird nicht ausgelost, wer umsonst hindarf, sondern wer überhaupt für ein Ticket bezahlen darf) – und da vom Wetter noch nichts bekannt ist, haben wir uns als Stadtbewohner darauf verlegt, „spontan“, je nach Wetterlage, die Abendkasse zu nutzen. Das heißt, früh anstellen.

Dieses Jahr wäre auch „nicht ganz so früh“ noch drin gewesen – war den Leuten entweder zu kühl, oder es war in den Sommerferien. Nass war es jedenfalls nicht (ok, außer bei einem bestimmten Spektakel) und kühl wurde es erst so kurz nach 21 Uhr.

Wir saßen daher seit halb drei in der Schlange, nicht die ersten, aber auch nicht so weit hinten, dass man Angst haben musste, dass die 200 Abendkassen-Karten nicht hinreichen, und genoßen den nicht so heißen, aber doch sommerlichen Tag. Um halb sechs machte die Abendkasse auf (kurz vorher, um ehrlich zu sein) – und ich kaufte mir ein 28 Euro-Ticket (weil ich einfach keinen Studentenausweis mehr bekomme, obwohl ich doch ein Studium generale außerhalb jeder Uni mache – man nennt es auch Leben).

Dann kaufte ich noch für 2,50 ein Programm mit Plan – sonst ist man nämlich verloren. Und einen Stapel Postkarten (erwähnte ich schon mal, dass ich ein Postcrossing-Opfer bin?) … aber das war Privatvergnügen.

Mit Öffnung des Tores um ca. 17:45 bekam man Zugang zur Festwiese, wo ein Gitarren-Violin-Duo hervorragende Tafelmusik zum allgemeinen Picknicken machte. Decke ausgebreitet, Herrlichkeiten aus drei verschiedenen Rucksäcken darauf verteilt, und den trockenen, warmen, aber noch grünen und saftigen Rasen belagert.

Dann wurden Pläne geschmiedet – welche Acts, die wir uns vorher auf der Kleinen-Fest-Seite ausgeguckt hatten, wir uns ansehen wollten, in welchen Blöcken diese Aufführungen stattfanden und wo wir diese Acts fanden. Dann bekam ich unseren Ablaufplan in die Hand gedrückt, führte uns (auch mal in die Irre) zu den Veranstaltungsorten und wir genossen alles. Einiges war nicht ganz die gewohnte Qualität, aber alles in allem war die Atmosphäre wieder herrlich, die Laune gut, das Feuerwerk zum Abschluss sehenswert, die Walkacts bunt und alles war anstrengend und ich war redlich müde am Ende des Abends.

Jetzt wollt Ihr sehen, was wir gesehen haben? Gut, zwei Beispiele (eigene Fotos):

Emmy und Willnowsky, ja, bekannt aus dem Fernsehen

Emmy und Willnowsky, ja, bekannt aus dem Fernsehen

Puppenspieler von Trukitrek in einer Krimikomödie

Puppenspieler von Trukitrek in einer Krimikomödie

Außerdem sahen wir Jongleure auf dem Trampolin, Akrobaten am Trapez, eine Ruhrgebietskabarettistin, die sich übers Altern lustig machte, die anderen sahen eine Show, in der ein „englischer Lord“ zu einer Brunnenfigur mutierte (ich war leider zu klein, um über den 1,80 Mann vor mir hinweg zu sehen und reservierte gute Plätze für Trapezshow), akrobatische Komödianten u.a. mit dem langsamsten Duell der Bühnengeschichte und Einradartisten, die aber mehr Comedy daraus machten.

Da ich weder in den drei Stunden Wartezeit zum Lesen kam (ich wartete nicht allein), noch davor mich auf das Lesen konzentrieren konnte, habe ich gestern natürlich wieder kein Buch geschafft. Soviel dazu, ich würde ein Buch am Tag schaffen … Aber ich lese, soviel wie geht!

If I promise to read it, can I convince you to comment? Wenn ich verspreche, dass ich es lese, kann ich dich überzeugen, zu kommentieren?

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