Ein Segen für die Liebe

Heute musste eine dünne Lektüre her, da ich bei den englischen Großen Erwartungen nicht genügend Zeit – oder zuviele Seiten hatte.

Also beendete ich Ein Segen für die Liebe. Ein Buch von 1951 über eine junge Engländerin, die im zweiten Weltkrieg einen adligen Franzosen heiratet, prompt schwanger wird, ein Kind bekommt und nach ca. 10 Jahren zu ihrem Mann nach Frankreich zieht. Dort tut sie sich am Anfang schwer mit dem französischen Stil in der „feinen“ Gesellschaft und als sie dann auch noch ihren Mann in flagranti mit einer verheirateten Frau erwischt, geht es mit Kind zurück zu ihrem Vater. Dazu braucht die Autorin ca. 3/5 des Romans. Erst dann macht sie aus dem Kind den Intriganten, der die Trennung der Eltern zu seinem Vorteil nutzt und sich von beiden und ihren Verehrern/innen ordentlich verwöhnen lässt.

Diesen für ihn so vorteilhaften Zustand erhält er auch mit Lug und Betrug und erst als der Junge kurz mit einer Blinddarmentzündung ins Krankenhaus muss, findet sich das Elternpaar wieder – und die Situation klärt sich.

Kurzweilig zu lesen? Nein, die Zeit in Paris wurde viel zu weit ausgedehnt. Keiner der drei Hauptcharaktere war sympathisch, weder der eingebildete Franzosenfatzke (sorry, nicht alle Franzosen sind so, aber dieser fiktive schon!), noch die etwas naive und alllzu opferbereite Engländerin – und schon gar nicht das intrigante, verwöhnte Blag. Moderne Frauen werden nicht mehr unbedingt nachvollziehen können, dass weitere außereheliche Abenteuer des Ehemannes von einer Frau hingenommen werden müssen, weil sie ja nichts weiter als eine „Freizeitbeschäftigung“ seien.

Eine bekannte Autorin, eine lustige Ausgangslage, im Ansatz zumindest manchmal unterhaltsame, wenn schon nicht liebenswerte Charaktere – aber verschenkt, verschenkt und verschenkt.

Wieso die Mutter sich so zu ihrem Ex noch hingezogen fühlt, ist mir absolut schleierhaft. Mit Selbstachtung hat das nichts mehr zu tun.

Meine Meinung:

Nach dem Lesen jedem, der es wissen will und auch denen, die es nicht wissen wollen, empfehlen und verleihen,bis es auseinanderfällt – und auch gern weitere Exemplare davon verschenken (MUSS MAN LESEN)

Nach dem Lesen nicht groß drüber reden, an die Bücherei oder die Öffentlichen Bücherschränke abgeben (KANN MAN LESEN – KANN MAN AUCH NICHT LESEN)

Nach dem Lesen versuchen, die Bilder im Kopf zu löschen und ins Altpapier geben. (SOLLTE MAN NICHT LESEN – ZEITVERSCHWENDUNG, SCHADE UM DIE HIRNZELLEN, DIE MIT DEM INHALT BELEGT SIND)

If I promise to read it, can I convince you to comment? Wenn ich verspreche, dass ich es lese, kann ich dich überzeugen, zu kommentieren?

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