Lange Nacht der Museen

Gestern haben also die Museen der Stadt wieder ihre Pforten für zahlende Gäste auch nach 18 Uhr geöffnet.

Wir haben uns dieses Mal entschieden, mit dem kleinen, aber feinen Museum für Energiegeschichte anzufangen. Dort wollten wir um halb sieben an den Vorführungen des Impro-Theaters die ImproStars teilnehmen. Doch spontan entschlossen wir uns, die vorherige Führung noch mitzunehmen. Zum Anfang der Führung wurde kurz auf die Anfänge im 18. Jahrhundert eingegangen, ehe wir dann skurrile Haushaltsgeräte (wie handgetriebene Sauger, die nicht besonders funktionierten) bestaunten. Die ImproStars waren dieses Mal besser vorbereitet – was dem Charme des Spontanen etwas abträglich war.

Anschließend ging es ins Historische Museum, wo wir eine Filmvorführung über den Großen Garten sahen, aber kaum hörten. Mal abgesehen von zwei Kameraden, die meinten sich in üblicher Gesprächslautstärke unterhalten zu müssen, war die Tonqualität des Films ebenfalls hundsmiserabel. Angekündigt war das als Kino über Hannovers Grüne Seiten – aber es wurde nur der Große Garten thematisiert – wo wir mit Eilenriede und Berggarten zwei weitere grüne Juwelen haben.

Nach dem Historischen Museum eilten wir zum Landesmuseum, schauten und hörten dort afrikanischen Trommlern zu – Schallwellen, die fühlbar waren.

Anschließend kamen wir zum Highlight des Abends – dem Kestner-Museum, das diese Lange Nacht unter das Thema ESSEN gestellt hatte. Die von uns ausgesuchte Kurzführung ging über Ägypter. Eine kleine, aber feine ägyptische Abteilung mit einem hochengagierten Ägyptologen kann auch müde Menschen für eine halbe Stunde zum Thema (Fr)essen für die Toten gut unterhalten.

Die Kunstverein-Ausstellung (Brian Jungen) war dagegen moderne Kunst der überkandidelten Art, obwohl ich sagen muss, die Totempfähle aus Golftaschen hatten was. Auch der Schädel aus Baseball-Teilen war sehenswert. Die angekündigte Geschichtenerzählerei war dagegen ein Reinfall – da sich das auf Kopfhörer beschränkte.

Danach fuhren wir ziemlich ziellos durch die Nacht, die japanischen Trommler im Landesmuseum hätte ich gerne noch mitgenommen, aber der Kunstverein hat uns da zuviel Zeit gekostet. Und dann trugen mich meine müden Füße nur noch bis zum Aegi, und ich wartete 20 Minuten auf meinen vorletzten Bus.  Die Taschenlampenführung im Kestner-Museum um Mitternacht war bestimmt wieder toll, aber dann hätte ich nicht mal den letzten Bus bekommen.

Wieder eine schöne Lange Nacht, es ist völlig in Ordnung, wenn einem nicht alles gefällt. Und nein, ich habe nichts gegen Moderne Kunst – ich liebte die Moma-Ausstellung in Berlin!

 

7 Antworten zu “Lange Nacht der Museen

  1. Ich habe auch nichts gegen.🙂
    Für ein solch volle Abendprogramm bist du schreibend früh auf den Beinen. Guten Morgen!🙂

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