Ernährungsgewohnheiten

Dies ist kein Vegetarierbashing – ist mir doch egal, was andere Leute essen. Aber es ist mir nicht egal, was sie ihren Haustieren antun.

Wenn ich sooo tierlieb bin, dass ich sogar nicht nur auf Fleisch sondern auf alles vom Tier verzichte, sollte ich dann nicht tierlieb genug sein, meinem Fleischfresser auch sein Fleisch zu geben?

Wir reden hier von Veganem Hundefutter. HALLOOO? Der Hund stammt vom WOLF ab. Auch der Pekinese, wenn man da auch vielleicht eher Ratten in der Ahnenfolge vermutet hätte.

Und was sagt z.B. Wikipedia über den Wolf? GRUNDNAHRUNG sind ANDERE TIERE.

Ok, aber das sind ja Wildtiere. Der Hund ist ja nur ein Abkömmling.

Gattung Canis

(wieder Wikipedia, Artikel Hunde – zoologisches Taxon)

Gucken wir doch mal, was Wikipedia (Quelle für alle obigen Beiträge) zum Thema Vegetarisches Hundefutter sagt.

„Hier muss bei selbst hergestellten Rationen auf die richtige Zusammenstellung geachtet werden, da aufgrund der Zusammensetzung pflanzlicher Proteine bei vegetarischer Ernährung ein großes Risiko einer mangelnden Versorgung des Hundes mit essentiellen Aminosäuren wie Lysin, Methionin und Tryptophan sowie mit Taurin und Carnitin besteht. Es wird auch kommerzielles vegetarisches und veganes Fertighundefutter angeboten.

Es wird also, aus Liebe zum Futtertier das zu fütternde Tier mit einem gewissen Risiko gefüttert.

Ich habe da einen ganz einfach Ratschlag: Wenn zur Hölle Ihr Tiere so liebt, dass Ihr Eurem Hund sein Fleisch nicht in den Napf gönnt, dann liebt Hunde bitte auch genug, dass Ihr keine haltet! Das ist nämlich keine Tierliebe mehr! Sondern ideologisch sanktionierte Tierquälerei.

Und was veganes Katzenfutter angeht, das ist eindeutig: Katzen benötigen in ihrer Nahrung tierisches Eiweiß.

„Eine rein vegetarische Ernährung ist für Katzen daher nicht artgerecht und bedarfsdeckend.“

(wieder Wikipedia, diesesmal der Hauskatzenartikel)

Das sieht auch der Deutsche Tierschutzbund so.

ALSO, meine ach so tierlieben Veganer – esst, was Ihr mögt. Aber füttert Euer Tier bitte artgerecht. Wenn Ihr (theoretische) Raubtiere haltet, sollte zumindest für diese tierisches Eiweiß auf dem Speiseplan stehen dürfen.

Wenn Euch der Gedanke so zuwider ist – es gibt vegetarisch lebende Heimtiere: Meerschweinchen, Hamster, Vögel .. Auch Ratten können gut mit Vegetarischem Futter leben – obwohl diese in Freiheit auch Fleisch nicht verachten. Aber HUNDE UND KATZEN sind FLEISCHFRESSER. LEBT DAMIT! Tierliebe schließt auch ein, dass man die Bedürfnisse seines Tieres akzeptiert.

6 Antworten zu “Ernährungsgewohnheiten

  1. der mensch greift zu stark und zu oft in die natur ein. natürliches verhalten von tieren zu manipulieren ist oft auch tierquälerei.
    meine hunde und katzen jagen gerne und oft erfolgreich, nie würde ich ihnen ihre beute wegnehmen, oder die beute zu retten versuchen. die natur weiss schon sehr lange wie sie überleben kann, nur der mensch zerstört unseren planeten seit über 50 jahren so extrem.

    • Nein, da muss ich dir widersprechen –
      nicht erst seit 50 Jahren.
      Das begann wohl schon mit der industriellen Revolution Ende des 19 Jahrhunderts. Der Verbrauch an Kohle war extrem, die Luft in Großstädten der damaligen Zeit war schon den Leuten widerwärtig, die damals lebten – und es begann das Zeitalter der Entfremdung von allem Natürlichen.

  2. hier geht es um ernährung, um vegane ernährung. unsere ernährung hat sich die letzten 50 jahre mehr verändert als die letzten 10.000 jahre zuvor.
    der supermarkt bietet 47 000 produkte. jahreszeiten sind passee. tomaten gibt es das ganze jahr, um die halbe welt gereist. mit ethylengas gereift. sie sind nun noch die illusion einer tomate.
    in der fleischabteilung gibt es keine knochen mehr. die industrie will nicht, dass wir wissen, wo unsere lebensmittel herkommen. wir sollen die wahrheit über das was hier essen nicht kennen. vielleicht würden wir es dann nicht mehr essen wollen. wenn man das eingeschweisste fleisch zurückverfolgt, sieht man die realität. eine fabrik, keine farm. das fleisch wird von multinationalen konzernen verarbeitet, die mit viehfarmen nichts gemein haben.
    unser essen stammt aus der fliessbandproduktion, arbeiter und tiere werden missbraucht. die nahrungsmittel werden immer gefährlicher, dass verheimlicht man uns mutwillig. wenige multinationale konzerne bestimmen das nahrungssystem. sie kontrollieren es vom saatgut bis zum supermarkt. es geht nicht nur um das was wir essen, auch darum was wir wissen dürfen.

    • In einigen Sachen gebe ich dir völlig recht. Die Aufklärung der Verbraucher ist lachhaft. Daher steige ich auf Bioprodukte um, wenn es tierische Lebensmittel betrifft. Zumindest gibt es da Standards. Sie werden nicht immer eingehalten, Aber es ist ein Anfang.
      Vegan kommt für mich nicht in Frage. Das siehst du anders – das ist völlig in Ordnung. Aber ich werde nicht mal zum Veggie. Obwohl ich hin und wieder mal nen fleischlosen Tag einlege. Aber manchmal ist mir nach Fleisch. Und an anderen Tagen improvisiere ich eben fleischlos. Aber Käse oder andere Milchprodukte sind an vielen meiner vegetarischen Rezepte. Und fast immer auf Brot. Bio muss es da tun. Vegan ist keine Option für mich. Ja, es gibt auch über Bio-Tierhaltung Gruselstorys und nein, ich möchte nicht in einem Schlachthof arbeiten – aber hey, ich arbeite auch in keinem Krankenhaus und benutze diese Einrichtungen trotzdem.

  3. Schwester Ingeborg

    Wir Menschen sind ja Omnivoren, also Allesfresser und können uns aussuchen, was wir futtern wollen. Die meisten Tiere können das nicht. Und ich finde, dann sollte man ihnen auch kein Futter aufzwingen, das ihnen nicht gerecht wird. Vor allem, wenn man sich Tierfreund schimpft. Was kommt als Nächstes? Missionarische Reisen nach Afrika, um den Löwen beizubringen, die Savanne abzugrasen?

  4. Schwester Ingeborg

    Dazu fällt mir noch ganz spontan das Lied „Ich ess Blumen“ von den Ärzten ein. Vegetarier->fair zu Tieren => die Katzen fressen weiterhin ihr Dosenfleisch.

If I promise to read it, can I convince you to comment? Wenn ich verspreche, dass ich es lese, kann ich dich überzeugen, zu kommentieren?

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