Monatsarchiv: Juli 2012

Resteessen

Resteessen war angesagt, das Hack musste ja dringend weg, der Spinat wollte mit … und so gab es Hackbällchen mit Spinat und Schmand-Schnittlauch-Kartoffelbrei.

Mein Hirn ist im Urlaubsmodus – so hätte ich beinah vergessen, die Kartoffeln zu salzen – nicht nur beinah vergaß ich leider die Gewürze im Hack. Nachsalzen und -pfeffern …

Schmand ist wirklich lecker – aber im Kartoffelbrei ziehe ich doch Milch und Butter vor. Und DOCH – ja ich habe es endlich geschafft, Kräuter von der Fensterbank mal ins Essen zu tun!

Abenteuer? Selber kochen, drei Töpfe jonglieren – Mengen raten … ja, sagen wir mal zwei Kokosnüsse. Dafür war es wirklich günstig!

Raus geh ich gleich auch noch – muss eine Rechnung bezahlen, da ich mir drei neue Teebecher geleistet habe.

(Link hinzugefügt, um die Teebecher zu zeigen!)

 

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Finnisch?

Anstatt dass sich die Engländer über meine Version eines Englischen Frühstücks beschweren, sollten sich lieber die Finnen über die Version einer finnischen Hackfleischpastete beschweren, die bei chefkoch.de so auftaucht ..
Oh, sie schmeckte gut. Aber – was ist eigentlich an Gouda finnisch?

Es gab Hackfleisch und Zwiebel, angebraten, mit Rahmspinat ( laut Verpackung erntefrisch – kann mir mal jemand sagen, auf welchem Feld man RAHM-Spinat ernten kann? Gibt es da schon Kreuzungen, die die Sahne mit beinhalten?) und geriebenem Käse in Blätterteig. Dazu Schmand und Preiselbeerkompott.

Das Finnische waren vermutlich die Preiselbeeren, hätte man stattdessen Rote Beete Kugeln genommen, wäre es dann russisch gewesen? Und man muss auch nicht den Holland-Käse nehmen – ich nahm ein Stück Käse, das ich noch im Kühlschrank hatte, Weinkäse, rieb es und mischte es unter die Spinat- Hackfleischmasse und siehe da, auch das schmolz, zog Fäden und schmeckte.

Außerdem war ich wieder ein Meister des Weglassens – im Rezept stand gehackte Petersilie – die steht immer noch unberührt auf der Fensterbank, da ich schon bei  der Kartoffelsuppe vergessen hatte, Petersilie zu machen. Langsam sollte ich mich fragen, ob ich überhaupt (immerhin glatte) Petersilie mag …

Zum Wochenende

Keine Restaurantbesuche, ich will mich nicht dann allein an einen Tisch setzen, wenn Pärchen oder Familien essen gehen.  Wär nicht fair, dann einen Tisch zu besetzen. Soviel Rücksicht muss sein.

Außerdem: So habe ich auch mal Gelegenheit, selber zu kochen. Heute wird es eine aufgewärmte, selbst gekochte Kartoffelsuppe geben (sächsische Art). Die ist ein Opfer der übrig gebliebenen Kürbissuppe geworden, und beim Voting aus dem Tiefkühlfach geflogen 😉

Morgen gibt es dann eine Finnische Hackfleischpastete mit Spinat und Preiselbeeren. Rezept hab ich von Chefkoch.de – Da kann man auch nach Länderküchen sortieren. Und da ich den Spinat und den Blätterteig noch hatte, brauchte ich nur Hack, Preiselbeeren und Schmand zu kaufen.

Heute keine Kokosnuss – morgen dann eher so anderthalb. Erster Ausflug in die Finnische Küche, aber Zutaten sind alle bekannt und die Kombination auch – bis auf die Preiselbeeren, die aber nur dazu gereicht werden und nicht in der Pastete selber enthalten sind. Hätte ich jetzt Elchgulasch gemacht, wären es sicher mehr Kokosnüsse.

Raus war ich heute trotzdem, u.a. Hackfleisch jagen. Ich glaub, mein Lieblingsdiscounter bekommt kalte Füße, weil bald (Jahresende?) der Biosupermarkt kommt – ich habe das erste Mal Bio-Hackfleisch beim Discounter bekommen! Vielleicht haben sie das aber auch immer da – und ich ging nur zu spät hin sonst und es war schon ausverkauft …

Nicht der Portugiese zum zweiten

Der Portugiese war heute in Australien in Urlaub.

(Das ursprünglich ausgeguckte Lokal, das sich am Mittwoch erst versteckte und heute gefunden wurde, ist bis 28. in Urlaub – ja, ich hab auch gestaunt, es stand doch da vor mir, aber ein Schild sagte, Urlaub vom 18. bis 28.)

Also war ich schon fast wieder beim Selbstkochen, bis mir in der Bahn einfiel, da war doch dieses Aussie-Food-Dingsda, an dem ich schon mehrmals vorbeigelaufen bin und jedes mal gedacht hab, da musst du rein.

Ambiente: ein „Wegweiser“ vor dem Lokal, auf besonders „wild“ gemacht, wies auf die „Attraktionen“ hin. Und an der Tür ein Schild: Warmes Bier und Schlechtes Essen.  Das erste hab ich nicht nachgeprüft, beim zweiten muss ich sagen: Glücklicherweise war es ein leeres Versprechen. Schlecht war es nicht .. just not my cup of tea …

Innen erfreulich distanzierter – die Wände nicht mit halbrohen Baumstämmen verziert, der Blockhüttencharme blieb außen vor.  Ein paar Aborigine-Dekos, ein riesiger  Bumerang unter der Decke. Keine Decken auf den Tischen, Bistro-Charme. Die Tische waren mir mit meiner unter-1,70-Größe zu hoch. Freundliches Personal, als ich eintrat war ich eine von zwei Gästen, das zweite schien ein Bekannter der Bedienung zu sein. Später kam noch ein Pärchen, blieb aber vor der Tür sitzen.

Speisekarte – unübersichtlich. VIEL Exotisches drauf: Straußenfleisch kennt man ja, Kängurufleisch ist schon seltener, ich wagte mich an Krokodilfleisch. Gegrillt auf Gemüse, mit einer Backkartoffel mit Sour Cream. Als Starter wählte ich Wedges mit Mangopüree.

Ich gebe nur meinen persönlichen Eindruck wieder – aber mir war das Mangopüree eine Spur zu aufdringlich süß, die Wedges SEHR GROSSZÜGIG gesalzen.

Das gegrillte Krokodilfleisch war eins A gegrillt. Muss man dem Koch lassen, perfekt – innen durch, aber alles noch saftig. Aber ich habe noch nie ein Reptil gegessen bis heute – ich kann es daher nicht vergleichen. Ich nehme an, dass die Säure im Geschmack von einer Marinade herrührt – denn das Krokodil schmeckte wie eine Mischung aus Fisch und Huhn (nicht fischig – nur wie guter, frischer Fisch) – und es war eindeutig säuerlich. Nicht ganz mein Fall.

Was der Koch bei den Wedges mit dem Salz zu gut gemeint hatte, hat er beim Gemüse weggelassen. Paprika, Pilze, Zwiebeln und ein paar Spuren von Zucchini – mit einem undefinierbaren Nachgeschmack, der mich nicht zur Wiederholung reizt, aber nicht zerkocht, nicht matschig.

Die Backkartoffel  – nun – irgendjemand, der für den Kartoffeleinkauf zuständig war, hat noch nie gehört, dass es mehlig kochende und festkochende Kartoffeln gibt – und für Ofenkartoffeln nimmt man nicht die mehligen. Die nimmt man nur zur Suppe und zu Kartoffelbrei.

Das Lokal würde ich nochmal aufsuchen, aber das Gericht würde ich vermutlich wechseln.

Ich hatte zwei alkoholfreie Cocktails dazu, alles in allem belief sich die Rechnung auf 31,30.  Das war saftig – aber Exotisches wie Krokodil ist halt nicht hinterhergeschmissen.

Eindeutig die Abenteuerwertung: 5 von 5 möglichen Kokosnüssen!

UFO-Alarm

UFO am Himmel – Unbekanntes feuriges Objekt über der Stadt gesichtet.

Freundliche Absicht kann ausgeschlossen werden, sorgt für Hautrötung und Sehschwierigkeiten, es wurden auch schon braune Stellen beobachtet, aber es ist noch nicht ganz raus, ob das Brandwunden durch das UFO sind – oder Faulstellen durch die Feuchtigkeit vorher …

Ich gehe mir das mal näher ansehen, schaue dann beim Portugiesen vorbei und erzähle dann weiter.

Bis nachher 😉

(Kokosnussfaktor des UFOs: so ca. 4)

Englischer Sommer

Da es diese Woche der bisher regnerischste Tag ist, habe ich beschlossen, mit einem Englischen Frühstück meine kleine „Weltreise“ weiterzuführen. Es sollen ja wieder bessere Tage kommen.

Draußen war ich trotzdem – Zeitung holen.

Mein Englisches Frühstück bestand aus getoastetem Brot (allerdings ein Vollkornbrot), aus einem Spiegelei, aus Pilzen und Tomaten – wo ich die Pfanne schon mal draußen hatte. Sehr füllend. Dazu natürlich Englischer Breakfast-Tee. Mit Milch – wie Georg Mikes so schön schrieb, die englische Variation eines aromatischen Getränks, die ihm eine graue Farbe verleiht und den Geschmack ruiniert. Ich würde es nicht trinken, wenn ich es genauso sähe.

Und dazu ein Mango-Orange-Fruchtsaftgetränk – nur so der Vollständigkeit halber.

Wenn ich meinen Tiefseetaucheranzug wiederfinde (vielleicht hätte ich mir erstmal einen kaufen sollen), trau ich mich vielleicht noch raus, um rohe Bratwürstchen zu kaufen – für Toad in the hole. Obwohl das Rezept ähnlich obskur klingt wie das Spreewälder Apfelkuchenrezept … also viel mit „Wenn das Gargut diese und jene Farbe hat“ – wenig präzise.

Solche Rezepte haben natürlich einen hohen Kokosnussfaktor.

Das englische Frühstück eher nicht so – sprich keine Kokosnuss für die Engländer.

Nachtrag: Auf derbe Kritik hin muss ich zugeben, ich habe natürlich den Abenteuerfaktor deutlich runterreduziert – MIT WÜRSTCHEN (englischen, keine deutschen) hätte es einen hohen Kokosnussfaktor gegeben – ich MAG die Frühstückswürstchen einfach nicht. Wäre also sehr abenteuerlich von mir gewesen, sie zu essen. Aber ich dachte, ich nehme keine Lebensmittel, die ich eh nicht essen mag (wenn ich das vorher weiß!) und daher ist es ja auch nur eine VERSION eines Englischen Frühstücks.

Ob man Porridge DAZU isst – nun, für mich wäre beides so sättigend, dass ich entweder das eine oder das andere essen kann, nicht beides. Nichts destotrotz – das Englische daran ist, morgens bereits die Pfanne rauszuholen und nicht nur Ei sondern auch Tomaten (Pilze können, müssen aber nicht, ich mags) darin anzubraten. Wobei ein Spiegelei für mich Englischer scheint als scrambled eggs – RÜHREI kenne ich durchaus auch vom continental breakfast.

Aber ich gebe zu, es geht noch viel Englischer als dies!

wie peinlich ist das denn?

Ich habe mir heute fest vorgenommen, portugiesisch zu speisen – ich wurde ausgetrickst.  Da hat irgendjemand ein Straßenschild verdreht, so dass ich die Straße, in der das Lokal der Wahl liegen sollte, nicht geradeaus weiterging, und um die Ecke rum war kein Lokal zu erkennen … Es wären ja nur noch wenige Häuser gewesen – aber das war nicht zu erkennen. Ich hätte einfach weitergehen sollen, aber ich dachte mir, was soll ich in der anderen Straße – denken sollte ich doch denen mit dem größeren Hirn überlassen – z.B. Pferden  …

Vielleicht morgen, bei strömendem Regen .. (Wettervorhersage ist ja sehr wasserlastig.)

Daher wird es heute Abend Selbstgekochtes geben – eine nicht-wasserlastige Kürbissuppe. Denn gestern habe ich den ersten Hokkaido erjagen können. Lag da ungeschützt bei meinem Supermarkt um die Ecke im Gemüsebereich herum, da war die Jagd einfach 😉

Und das nächste Mal rufe ich bei dem Lokal an, auch um wegen der Öffnungszeiten keine böse Überraschung zu erleben, schreibe mir die Adresse mit Hausnummer auf – und schau vorher auf den Stadtplan. Brille putzen sollte ich auch. Nur zur Sicherheit. *Kopf über die eigene Dusseligkeit schüttele*

Aber: Abenteuerfaktor bis jetzt schon mal 4 Kokosnüsse – mir unbekannte Wege, eine Menge exotischer Düfte auf dem Weg dahin – und buntes Völkchen auf den Straßen Lindens. Meine Kürbissuppe ist dagegen nicht halb so abenteuerlich. Also eher kein Stern, die habe ich nämlich schon mal gekocht.