Karamelleis zum Mittag und andere Verbrechen

Es ist einfach zu heiß, um in den Mittagsstunden Appetit auf etwas Warmes zu haben – daher gab es heute (Achtung, Kokosnussfaktor 3/5) Karamelleis zum Mittag.

Gestern saß ich in der Mittagshitze mit einem Käsebrötchen auf dem Kies“strand“ (Wasser hatte ich allerdings nur in der Flasche mit) – aus gutem Grund – ich wollte unbedingt vorn in der Schlange fürs Kleine Fest stehen. Was gut geklappt hat – war die dritte. Wenigstens war es schattig, wenn auch sehr heiß. Vor mir zwei weitere, jüngere Frauen, hinter mir füllte sich langsam, sehr langsam der Weg – bis etwa halb vier, dann ging es ganz schnell und plötzlich waren es über 200 Leute, die noch gern zum Kleinen Fest wollten.

Ich kam jedenfalls rein, die zuverlässigen Freunde, die wegen meiner „Anstellerei“ auch reinkamen, hatten Essen mitgebracht – und so planten wir beim Picknick (wann hab ich schon mal Gelegenheit zum Picknick?)  den kriminellen Abend: Taschendiebstahl, Schuhdiebstahl, aufgehängt wurde auch jemand, Tierquälerei, Prügelei, Exhibitionsmus und zum Guten Schluss noch Gewalt gegen Frauen und Vergewaltigung (der deutschen Sprache). Abgerundet wie immer durch eine nächtliche Ruhestörung. Ein rundum gelungenes Kleines Fest also.😉
Wir sahen uns an – einen professionellen Taschendieb, der Leute reihenweise um ihr Smartphone brachte.

Ein Duo, das so dem Schuhwahn verfallen war, dass es über Ladendiebstahl im Schuhladen sang.

Eine sehr poetische Akrobatikgruppe, die eben auch mit Seilartistik arbeitete – begleitet von klassischer Musik.

Eine Comedytruppe, die eine (nur durch Lautäußerungen vorhandene, also virtuelle) Katze trat. Lustig waren sie auch – wenn es nicht gerade um den running gag „ich trete eine Katze“ ging.

Ein Marionettentheater, bei dem sich zwei männliche Marionetten um eine weibliche prügeln.

Eine Akrobatentruppe aus Spanien, die ihren Akt (!) in Unterhosen anfing.

Und der krönende Abschluss war Hans Klok – der seine Assistentinnen verbrannte und durchbohrte – und den Abend in Carrell-Sprach absolvierte.

Außerdem gab es natürlich wieder das Barockfeuerwerk nach 22 Uhr.

Bei den Walking Acts war für mich das Highlight die Gänseparade. Mit welchem Ernst diese Tiere in der Reihe zwischen ihren Menschen marschierten – sehr beeindruckend. Hübscher Anblick.

Kokosnussfaktor 5 von 5. Sehr abenteuerlich vom Warten (wo ich das schlimmste Beispiel von bauchfrei sah, das mir jemals vor die Augen kam – ein Mann entblößte auf dem Fahrrad einen sehr stattlichen Bierbauch) bis zum Feuerwerk. Daher bin ich heute auch so kaputt, dass ich mich nicht bei kanpp 30 Grad auf den Weg mache zum Essen.

2 Antworten zu “Karamelleis zum Mittag und andere Verbrechen

  1. A. aus H. an der L.

    Über die Gänse habe ich heute erst was gelesen. Sie sind wohl die LIeblinge des Fests. Du bist also nicht.
    Dass du so lange wartest in brütender Hitze und das noch allein, finde ich superbewundernswert. Aber es scheint sich ja gelohnt zu haben. Dennoch, ich war einmal bei so einer fiesen Hitze auf dem Kleinen Fest. Nie wieder.
    Was planst du denn für morgen Mittag? Soll ja immer noch so warm bleiben.

    • Ja, die Gänse waren Klasse. Der STAR war natürlich Hans Klok – der Magier, der klingt wie Rudi Carrell und aussieht wie Linda del Mol (eigene Aussage)
      Ich saß ja nett im Schatten – da war das Warten nicht so schlimm – und allein war ich nur anderthalb Stunden. Und ich würde NUR in solcher Hitze zum Fest gehen – ich finde es schlimmer, wenn es abends dann fies kalt wird.

If I promise to read it, can I convince you to comment? Wenn ich verspreche, dass ich es lese, kann ich dich überzeugen, zu kommentieren?

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