Öffnungszeiten

Schlecht, wenn man sich nicht vorher informiert, wann die Lokale geöffnet haben. Ich hatte mir zwei russische aus dem Branchenbuch ausgesucht, das eine öffnet um 18 Uhr (wer will schon nach der Arbeit freiwillig Kantinenatmosphäre schnuppern), das andere sah irgendwie – „dazwischen“ aus. Laut an der Tür stehender Öffnungszeiten sollte es um 13 Uhr öffnen, doch im Glaskasten neben der Tür war nicht mal eine Speisekarte vorhanden – um 12 Uhr.

Ich dachte mir, dann eben spanisch – hatte aber die spanische Siesta verdrängt, mitten in der Innenstadt gelegen, erlaubt man sich den Luxus erst um 17 Uhr zu öffnen.

Letzte Alternative, da die Zeit drängte, ein Sushi-Imbiss.

Imbiss trifft es, die kalte Nüchternheit, die man aus deutschen Pommesbuden gewohnt ist – minus den Fettgeruch. Die Sushi-Speisekarte (laminiert) war übersichtlich und dominiert von Fertigzusammenstellungen, was mir aber gerade recht war.

Personal: freundlich, aber kein Vergleich zum Syrer, zwei Deutsche, ein Senior an der Kasse, ein Student am Telefon (man kann auch vorbestellen). In der Küche war noch ein Asiat versteckt, der dann rauskam, als ich ging.

Gäste, drei männliche Deutsche. (Ich finde, das sagt immer was über die Akzeptanz des Lokals bei den Leuten aus, die aus dem Kulturkreis kommen, wenn man dort nicht nur deutsche Gäste trifft, sondern Araber/Syrer beim Syrer, Chinesen beim Chinesen oder Spanier beim Spanier).

Es gab auf der Karte auch was anderes als Sushi, aber ich hatte es ja eilig. Wenn ich abenteuerlustig gewesen wäre, hätte ich zum Dessert Reisküchlein mit süßem roten Bohnenmus mitgenommen … Aber ich will ja noch backen.

Die Seetang-Röllchen waren SEHR dünn (vielleicht der Durchmesser eines 50 Cent-Stücks), davon 6, eine Sesamrolle, GROSSER Durchmesser, dafür eine eher dünne Scheibe, vielleicht ein knapper Zentimeter. Eine Reisrolle mit „Fisch mit Schwanz „, ein weißfleischiger Fisch, ein Thunfisch, zwei Lachs. Dazu zwei Tüten Sojasauce, sehr trockener eingelegter Ingwer und ein halber Teelöffel Wasabi.

Kostenpunkt: 10,80; Wartezeit – keine 5 Minuten

Gegessen hab ich allerdings daheim.

Die Reisröllchen waren ein wenig sehr locker, damit schwer zu handeln, aber dafür gebe ich keinen Abzug. Eher für die Größe der Seetangröllchen und die Trockenheit des Ingwers. Wie Sushi zum Mitnehmen geht, zeigt ein Laden unter dem Hauptbahnhof. Da kommt die Sojasoße nicht in unpraktischen Tüten daher, sondern in kleinen Plastikdöschen. Das ist viel praktischer.

Jetzt zum Kokosnusswert: Sushi kenn ich nun schon, da hab ich überhaupt keinen Mut gebraucht, daher Abenteuerfaktor nur 1 Kokosnuss.

If I promise to read it, can I convince you to comment? Wenn ich verspreche, dass ich es lese, kann ich dich überzeugen, zu kommentieren?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s