Rollentausch

Für meinen Kater war es immer eine gute Nachricht, wenn eine Rolle ihr Ende erreichte – das hieß, Spielzeug, Leckerliversteck, was zum Schnuppern und war damit klar ein Highlight für ihn.

Nun jedoch ist dieses Idyll bedroht durch “Tierquäler” aus den USA:

Dort hat man die Pappkern-lose Rolle entwickelt.
Gut für die Umwelt, schlecht für Katerchen und Bastler.

*Und denkt denn keiner an die Kinder?*

Sorry, das war es dann wohl mit selbstgemachten Adventskalendern ;-)

(Nein, keine Sorge, ich hab noch welche gehortet, man weiß ja nie!)

 

Kopfkino – oder warum manche Frauen einfach keine geeigneten Kunden für einen Escort-Service wären.

Also, mal angenommen, ich würde so etwas tun (nie im Leben nicht – so verzweifelt kann ich nicht sein – hoffe ich).
Szenario No.1:
Die Ladies scheinen mit ihren gemieteten Kerls immer zuerst essen zu gehen.
Szenario 1 a: Man trifft ‘nen Kollegen … klar, man kann sich noch rausreden – aber die Ungleichheit von einem UFO (nicht hübsch, nicht schlank und nicht jung) wie mir und einem Miet-Mann (gut aussehend, sportlich und eher jung), nun sagen wir mal, das würde Nachfragen auslösen.
Szenario 1 b: Ich bin nicht nur nicht schlank, ich habe auch den “großmütterlichen, wogenden Busen” – auch ohne Korsett – solang ich wenigstens “normale” Unterwäsche trage. Da bleibt beim Essen eigentlich immer ein Tropfen Salatsoße, Soße, Dessert hängen. Eine Speisekartenbluse. Spätestens dann wurde der kultivierte junge Mann die Flucht ergreifen.
Szenario 2:
Ich “vergesse” zu erwähnen, dass ich ein “schwerer” Fall bin. Um dem Restaurant-Szenario zu entgehen, verabrede ich mich gleich im Hotelzimmer. Die Tür geht auf, der junge Mann guckt entsetzt, die Tür geht wieder zu – und ich höre nur noch Würgen und schnelle Schritte, die sich dem Ausgang zuwenden.
Szenario 3:
Ich lerne aus meinen Fehlern, merke an, dass ich ein wenig “more to love” bin .. und der junge Kerl kommt und will beweisen, dass er mit mehr Frau umzugehen weiß, hievt mich aufs Bett – und ich kann sehen, wie ich seinen Bandscheibenvorfall dem herbeigerufenen Notarzt erkläre.
Szenario 4:
Die Bestellung auf zwei Beinen trifft ein, man entkleidet sich – und leider stellt sich heraus, dass der bestellte Mann zwar durchaus mit übergewichtigen Frauen kann – aber leider nicht das erforderliche Mindestmaß aufbringt. Können allein kann nicht in jedem Falle fehlende Zentimeter ausgleichen. Das war es dann.
Szenario 5:
Ein letzer Versuch, inzwischen mit Hausverbot im Hotel, völlig skrupellos bestelle ich mir einen “20 cm” -Guy (nein, nicht die Körperlänge), der auch bei dicken Frauen mit sichtbaren Altersspuren seinen Mann steht und der zu mir nach Hause kommt. Leider vergesse ich zu erwähnen, dass er besser keine Katzenhaarallergie haben sollte. Der daraufhin folgende Asthma-Anfall sorgt dafür, dass ich bei sämtlichen Agenturen einen PECHSCHWARZEN Reiter auf die virtuelle Karteikarte bekomme.

Nee, nee – Ihr seht, Ihr werdet hier nie einen echten Erfahrungsbericht lesen. Oder – waren das schon welche? ;-)

Escort Service mit Spionagesoftware? Wer weiter liest, ist selber schuld.

Neugier soll ja ein Zeichen von Intelligenz sein – also war ich neugierig (warum s. weiter unten) – und habe bei Google “Male escorts for females” angegeben.

Die Seiten der Serviceanbieter habe ich natürlich ausgelassen – ich wollte ja nur mal sehen, was Google so rauswirft. Aber gab außer zahlreichen Anbietern in US und UK und Australien (erkennbar an den Länderkennungen der Seiten, die brauchte ich dafür nicht aufzurufen) auch zwei Seiten mit Erfahrungsberichten von “Kundinnen”. (Nennt man sie eigentlich “Freierinnen?”)

Neugier, dein Name ist Weib.

Das erste war eine Reporterin in LA, die ein sehr “braves” Date hatte – jedenfalls offiziell ;-) Essen gehen, Massage, ein paar Küsse. Sehr brav, aber wie authentisch das war, weiß ich nicht – immerhin hat sie ein Photo ihres Escorts veröffentlicht, der angeblich nicht wusste, dass sie einen Bericht schreibt … Entweder ist das schlechter journalistischer Stil, oder einfach eine glatte Lüge. In diesem Bereich (Sex) wird ja immer gern gelogen, hab ich mir sagen lassen (auch das kann natürlich eine Lüge sein, eine Meta-Lüge sozusagen).

Das zweite war ein anonymes Interview in einem australischen Blog von einer Kundin, die angeblich zweimal im Monat einen Mann für gewisse Stunden mietet. Klang eher wie eine Anzeige für solche Art Dienstleistungen. Es war immer alles ganz toll und fantastisch, aber es fehlten Details, die ein wenig für Authentizität gesorgt hätten.

Also, wenn Euch das Thema weiter interessiert, googelt halt selber. Ich werde hier nicht in die (immer noch äußerst braven) Details gehen. Auch in Deutschland gibt es solche Dienste – wie eine schnelle Änderung meiner Google-Suche ergab. Und genau bis soweit bin ich gegangen. Googeln, dass es sowas auch im deutschen Internet gibt. Nicht weiter.

Sorry, aber ich kann mich einfach nicht beim Sex mit einem Mann sehen, den ich dafür bezahle. Ich nässe mich lachend ein beim Gedanken daran, was nach mehr Sex klingt als es ist, eher von einer schwachen Beckenbodenmuskulatur kündet.

Aber: Während ich das zweite Interview las, klingelte mein Telefon. Ich habe noch, ganz 90er, einen Festnetzanschluss, mit dem ich auch ganz klassisch im Telefonbuch stehe.

Erster Anruf: STILLE – auf mein “Hallo” weiter nix .. Hab’ ich halt aufgelegt. Ich dachte mir da schon, dass das mal wieder einer “jener” Anrufer war.

Und nun, meine lieben Leser, ratet, was nach diesem ersten Anruf passierte? Klar: Ein zweiter. Auf mein “Hallo” kam dieses Mal (in einer nicht mal unangenehmen Stimme) mein Zweitname, den ich fürs Internet benutze. Da kommt natürlich meine Paranoia hoch – WER benutzt meinen ZWEITnamen, wenn er einen “jener” Anrufe startet?

Die Stimme war nicht nur nicht unangenehm, es klang auch ziemlich erregt – vermutlich hat er an seinem Joystick herumgeschrubbelt, kann er sich nicht dazu Youporn ansehen wie andere Leute auch? *seufz*

Ich habe natürlich abgestritten, dass Fran mein Name sei – ist es ja auch nicht, mein Rufname jedenfalls ist es nicht. Ich habe diesen Namen als Kind gehasst – der Klang ist im Deutschen einfach zu hart – nicht sexy, sorry.

Aber für die Stimme, lieber anonymer Anrufer, bekommst du immerhin 1 Punkt – fehlen nur noch 99 bis zur aufblasbaren Waschmaschine mit Blaulicht, die “Tatütata” macht, wenn die Wäsche fertig ist.

Wieso so ein Anruf ausgerechnet dann durchklingelt, wenn ich “Escortservice, männlich in Deutschland” google? Ich fürchte, ich muss mal wieder einen Virencheck durchführen – ansonsten beschuldige ich die NSA …

Ich versichere, das war das ERSTE MAL, dass ich nach soetwas gegoogelt habe. Auf den Gedanken brachte mich ein Artikel im heutigen Observer – allerdings ging es bei dem um einen männlichen Escort, der schwul war und entsprechende Klientel bediente. Nun ist es ja nichts Neues, dass Männer Sex kaufen. Und da trat die Neugier bei mir hinzu und mein Anfangs-Feminismus – tun Frauen das auch? So kam ich auf die Google-Suche .. Nun wisst Ihr es.

Für all die Verzweifelten unter Euch – Angebote zwecklos – daher hab ich die Kommentarfunktion auch dieses Mal deaktiviert. Ich hab weder den Bedarf noch die Kohle dazu.

Klappern gehört zum Handwerk

Heute mal wieder aus dem Hause, dieses Haus bietet unentwegt Futter für Blogposts …
Da es weiter nach oben nicht geht, hat das Erdgeschoss mal wieder zugeschlagen. Der Mieter aus der Wohnung zwei Etagen unter mir hat seit kurz nach sieben seine Musik auf eine Lautstärke gestellt, dass ich leicht noch zwei Etagen darüber hätte mitsingen können, wenn ich denn die Musik kennen würde.
Ich habe bereits kurz nach seinem Einzug Musik gehört, die eindeutig in die rechte Hassecke gehört – und die auch damals schon durchs Haus schallte, als sei das sein gutes Rechts.
(Woher ich weiß, wie rechte Hassecke klingt? Man lernt so einiges in der Verwaltung. Natürlich, um es richtig einordnen zu können und darauf zu achten, dass es keinen Einzug in empfindliche Bereiche hat.)
Dass ich mit dieser Einschätzung der gerölpsten Hasstirade nicht völlig falsch lag, sah ich dann an den Gästen der Wohnung, die mir im Hausflur begegneten, wenn ich von der Arbeit oder vom Einkaufen kam (nein, ich lag nicht auf der Lauer, das mache ich, wenn ich mit 80 in Pension darf).
Rote Thor Steinar-Jacke – blanker Schädel – muss ich mehr sagen?

Immer mal wieder dröhnt Musik, laut und nervig, aber meist nur für drei Lieder aus diesem Gemach, das mich mit Terror-Gefahr-Bauchweh füllt.

Aber heute war es dann mal wieder soweit, dass der Mieter völlig abgedreht hat: Seit 19 Uhr bis locker 20:30 dröhnte Musik immerhin durch ZWEI Zimmerdecken zu mir hoch. Ich musste meine eigene Anlage auf unglaublich laute 17 stellen, (oh, für MICH ist das laut, morgens seh ich zu, nur 10 anzuhaben, um keinen aus dem Bett zu holen) damit ich davon nix mehr, oder auf 15 stellen, damit ich nur noch schwach wahrnahm, was Mieter EG mit dem ganzen Haus teilen wollte.

Und so bin ich denn runter und habe meinen eigenen Rhythmus zu Gehör gebracht: BAMM-DAMM-BAMM, BAMM-DAMM-BAMM … auf die Wohnungstür. Mit der Klingel habe ich es gar nicht erst versucht. Aus gutem Grund.
Mieter EG hat nun ein “Willkommen” Schild an der Wohnungstür hängen, das hab ich dabei durchaus auch mal “angeschlagen” – klapperte schön laut. Irgendwann ging die Musik aus. Ich wandte mich ab, dankte laut, meinte, das sei genau das, was den Frieden im Haus wieder herstellen würde – und ging meines Weges (zwei Stockwerke Altbau hoch).

Noch ist es ruhig – jetzt ist 21 Uhr – und ich hoffe, dabei bleibt es.

Auch die Frau unter mir, die Arme, hat schon des Öfteren mit dem Mieter Ärger gehabt, weil er seine Musik auch gern mal mitten in der Nacht aufdreht und Party zu feiern scheint. Nun, ich bin gewappnet – notfalls muss ich Miete kürzen. Weil zu laut.

Weekly Photo Challenge: Zigzag

This week’s photo is a window from a Grotto in the baroque garden of Herrenhausen, designed by Niki de Saint Phalle  (not her real name, that was: Catherine Marie-Agnès Fal de Saint Phalle)

Grotte und Großer Garten im August 2005 006

Niki de Saint Phalle had a loving relationship with Hannover, after her death she left several of her artworks to our local Museum of Modern Art – the Sprengel-Museum (named after a chocolate-manufacturer and art-lover). One of her late works (finished after her death by her assistant) was this grotto, consisting out of three rooms, in her usual rounded, colourful style. This window is outstanding, as it shows untypically spiky zigzags and stars.

Photochallenge-Link:

http://dailypost.wordpress.com/dp_photo_challenge/zigzag/

Besuch

So stand es also gesagt, am Telefon, dass da kommen würde Besuch, hier zu Hannover, und es machte sich auf eine liebe Verwandte, mit dem Fernbus zu kommen, ohne Zählung in eine Stadt, in der sie nicht geboren wurde.

Und als da kam der heißeste Tag des Jahres, kam sie an die Bushaltestelle vor dem Bahnhof, wo der verstorbene Landesfürst immer noch von seinem treuen Volk in Eisen gegossen reitet. Und ganz ohne Esel und Reittier kam sie.

Was aber macht man, wenn das Quecksilber im Thermometer nahezu verdunstet und die Schwüle die Schwalben zu Fußgängern macht?

Einkaufen. Lebensmittel. Vor allem Frisches, Kühles, Flüssiges.

Und dann? Hinlegen und trocknen. Nur nicht bewegen. Nicht mal zur Eisdiele. Denken ist schon anstrengend. Und die Stubentiger mussten ja noch gezähmt werden. Dieses mal hat sich sogar der Kater sozial gezeigt. Wie man aber dann getrocknet war, wurde es nass – nämlich vom Himmel kam eine Flut, die die Wege unpassierbar machte. Also weitermachen mit dem Nichtstun, von dem man sowieso nicht weiß, wann man damit fertig ist. Und weil es der 24. war, hörte man fein die Glocke(n) klingeln …

Und am näxten Tag – silbertönte es wieder. Im Flur trappte auf und ab ein komischer Gesell, der schwere Lasten schleppte, mit weißem Haar und Bart. Jede Bewegung war ein feines Glockenklingeln zu hören.

Ich hab den komischen Kauz gebeten, nachdem ich über eine Stunde nur noch Klingeln im Ohr hatte, doch bitte die Glocke abzunehmen und bekam zur Antwort, das würde er erst dann machen, wenn er ins Grab fiele. Ich war versucht, aber ich bin ja zu gut erzogen – und mein Besuch war ohnehin zu sensibel.

Seitdem haben “Jingle Bells”, “Süßer die Glocken nie klingen” und “Kling, Glöckchen, klingeling” einen völlig anderen Klang.

Mit meinem geplanten Besuch bin ich dann einen Tag später vor dem jahreszeitlich etwas verirrten Lastenträger geflohen.

Und sie kamen die Fische in den Aquarien zu sehen, wie sie da ruhten im Sand und schwammen an den Scheiben. So ein Aquarienbesuch ist ja sehr entspannend – auch wenn größere Haie sicher mehr Befriedigung geliefert hätten … wenn ich an Glöckchen dachte.

Anschließend flohen wir vor den Glocken noch durch die Hitze des Botanischen Gartens, ganz ohne Lasttier – und ruhten an einem stillen, moorigen Weiher, wo wir winzige schwarze Wasserhühner piepsen hörten und manchmal auch durch’s Schilf sahen. Auf dem Rückweg kamen wir noch an den unhimmlischen Heerscharen der geduldigen Abendkassennutzer des Kleinen Fests vorbei – und fragten uns, wer von ihnen wohl an den Torwächtern des Paradieses vorbeikam …

Heute dann stellte sich der sonst so zuverlässige Bus zurück in die Heimat als doch entsprechend benannt heraus – FlixBus – heute wie verflixt nochmal. Es stand ein Bus an der Station: Das war der in die falsche Richtung. Es kam ein Ersatz-Flix-Bus – der nur bis Osnabrück wollte, aber das ersehnte Ziel im Fenster führte. Und es kam ein Flix-Bus, der behauptete, er sei nicht der Bus um 18:55 – sondern der um 19:15 Uhr …

So musste eine Alternative gefunden werden – glücklicherweise bedienen mehr Anbieter die Strecke. Und das “Help-Desk” behauptete noch, der Bus sei “pünktlich losgefahren” …

Da braut sich das nächste Gewitter zusammen. Aber wenn es Alternativen gibt, muss man diesen verflixten Anbieter ja nicht mehr wählen!

Kleines Fest 2014

Hier nun also ein Bericht über das Kleine Fest 2014, wie ich es erlebt habe.

Ankunft am Garten für einen guten Platz in der Warteschlange – ca. 14 Uhr 30. Vor mir etwa 20 Leute, vielleicht auch nur 15. Gut zu beobachten, immer mehr Leute schleppen kleine, faltbare Hocker mit. Gut für die Wartezeit, gut aber auch später im Garten, wo es immer zu wenig Sitzplätze gibt.

Kassenöffnung 17 Uhr (angesagt war 17 Uhr 15).

Und es gibt doch tatsächlich Leute, die meinen, sie könnten eine Schlange von inzwischen ca. 150 Leuten ignorieren und mal eben vorneweg Karten kaufen … Aber weder die Dame an der Abendkasse im Wagen noch der Herr vom “Ordnungsdienst” ließen dies durchgehen – sonst hätte die friedliche Hannover-Vorabendstimmung vielleicht auch in Lynch-Mob umgeschlagen. Dreist kommt halt nicht überall weit und es gibt noch Gerechtigkeit auf dieser Welt. Wenn viele betagtere Mitmenschen sich der Mühe unterziehen, stundenlang für Karten anzustehen oder zu sitzen (vor mir stand eine Dame, Alter ca. 70 – aber ich kann schlecht schätzen, über Stunden ehe eine Bekannte/Angehörige mit Hocker kam), dann war es diesem Individuum doch sicher auch möglich, sich entsprechend vorzubereiten und ein paar Stunden aufzubringen.  Er hätte sich ja einfach nur zu der Zeit hinten anstellen müssen und vermutlich noch ein Ticket erhalten, bzw. zwei.

Meine Freunde kamen jedenfalls pünktlich, der eine schon kurz nach 15 Uhr, die andere Viertel vor Kassenöffnung.  Und Nein, ich finde es nicht schlimm, wenn jemand für ein paar Leute mit ansteht, vor mir kamen ja auch immer wieder weitere Leute dazu. Hat ja nicht jeder Zeit. Aber keine Zeit zu haben und auch niemanden zu kennen, der Zeit hat, und dann nicht mal ans Ende der Schlange zu gehen …

Jedenfalls gab es dann um ca. 17 Uhr 30 die Gartenöffnung, die Begrüßung durch die Stelzenläuferinnen (heute mal als spanisch anmutende Ballerinas unterwegs – sehr hübsch das Detail der Spitzentanzschuhe unten an den Stelzen) und Panama Red  hat wieder die “Tischmusik” für das Picknick geliefert. Luxus pur – ein gut gepflegter Garten, ein paar Freunde, gute Musik im Hintergrund, Essen und Trinken bei ca. 27 ° C (und wir saßen im Schatten) und Zeit zum Planen des Abends.

Ein paar bekannte Stimmen und Gesichter waren dann schon bei der Begrüßung dabei: Unter anderem die weibliche japanische Version von Dieter Thomas Heck (oder wie ein Freund anmerkte: “Eine Mischung aus Speed und Helium”). Leider kein Video mit ihr auffindbar, wo sie auch noch schnell spricht … Aber wer die Show sehen will – Witty Look – you tube – sollte auffindbar sein.

Unsere erste Show an diesem Abend gestern war auch Comedy-Akrobatik – 15feet6 – Stangentänzer … naja – nackte Haut gab es auch zu sehen – aber es war doch eher komisch als erotisch. Und die “Abstürze”, die aus der Höhe immer kontrolliert kurz vor dem Aufprall endeten, zeigten eben auch viel Akrobatik. Nur das französische Gedicht – meine beiden Begleiter verstanden mehr als ich – aber es ging um eine schöne Feier (Achtung – Ironie)  … das Wort boum – oder war es BOOM? – kam öfter vor.

Die anderen Beiträge erscheinen jetzt nicht unbedingt in der Reihenfolge, in der wir sie gesehen haben:

Sid Bowfin – Geiger mit Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom. Den Humor muss man mögen – wir waren unterbegeistert.

Sehr poetisch dagegen Dinh&Anh – ein vietnamesisches Akrobatikduo, Poesie gelingt auch ganz ohne Worte. Eine Mischung aus Beinah-Ballet – und Akrobatik. Sehr passend für die Atmosphäre dieses Gartens!

Aus Berlin kamen die 5 Jungs des Glasblassingquintetts – Flaschenmusik mit musikalischen Flaschen. Also – ICH rede von den Instrumenten. Die Herren waren da etwas weniger zimperlich. Man kann also nicht nur in Flaschen hineinblasen, oder drauf rumklöppeln – man kann sie auch ploppen lassen – in verschiedenen Tonhöhen! Sehr, sehr luschdich – und sehr, sehr geschickt. Eines meiner Highlights. Es war auch SEHR SEHR VOLL an dieser Bühne.

Musik war auch beim nächsten Act dabei – Nr. Heinz Hits mit Heinz Gröning. Die Gags nicht stubenrein, die Musik solide aber nicht herausragend, war die Kombination aus beidem doch sehr unterhaltsam.

Helge und das Udo war ein Nord-Süd-Act – der plattdeutsch-rappende Helge und der sehr lustige Tierimitator aus dem Schwabenland.

Wall Street Theater – eine Comedy-Akrobatik-Truppe aus Deutschland, die auf very british macht! Leider machte ich während dieses Acts Bekanntschaft mit der äußerst sparsamen Verteilung der Toilettenwagen … so habe ich den Act versäumt. Aber der Menge der Zuschauer zu Folge und meinen Freunden waren sie gut wie damals, als ich sie zum erstenmal sah – beim Kleinen Fest.

Und zum Schluss gab es dann Kelvin Kalvus (auch aus Deutschland). Kugel-Jonglage – poetisch, esoterisch angehaucht, aber leider auch mit zwei Aus-Fällen …

Das Feuerwerk habe ich mir aus gesundheitlichen Gründen geschenkt – die hohe Luftfeuchtigkeit hat mich so in Schweiß gebracht, dass ich die kühlen Nachttemperaturen nicht noch eine Stunde abwarten wollte .. So bekam ich wenigstens noch meinen regulären Bus vorm Bahnhof! Ich war nicht die einzige, die auf das Feuerwerk verzichtet hat. Es ist schade drum, immer sehenswert, aber man muss seine Grenzen kennen.